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29.06.2017
Zur Mitte des Ruderjahres
Das erste Halbjahr 2017 ist geschafft. Nachdem sich Anfang des Jahres das Wetter gegen uns Ruderer verschworen hatte, zeigt der Blick in das Fahrtenbuch, dass die Monate, in denen wir nicht aufs Wasser konnten, inzwischen weitestgehend kompensiert wurden. Beim DRV-Wettbewerb kennzeichnen die ersten grünen Balken die Erfüller und zum Jahresende hoffe ich, dass wir mindestens so viele 1.000-Kilometer-Weihnachtsmänner verteilen können wie im vergangenen Jahr.
Nach unserer Jahreshauptversammlung im März hat der neu gewählte Vorstand seine Arbeit aufgenommen. Zudem wurde in der Jahreshauptversammlung beschlossen, zwei zusätzliche Vorstandsfunktionen, die des Sportwartes und des Hauswartes, zu schaffen. Sie werden die bisherigen Vorstandsmitglieder entlasten.
Die Aufgabe des Sportwartes wird zukünftig nicht nur darin bestehen, uns als Vereinsmitglieder sportlich zu motivieren und uns auf Regatten vorzubereiten, sondern es soll zukünftig das Angebot an Interessierte bestehen, unter Anleitung ihre Rudertechnik zu verbessern. Auch die Organisation und die Durchführung der Ruderkurse liegen nun fest in den Händen des Sportwartes.
Der Hauswart ist, wie der Name schon sagt, der Ansprechpartner für alles, was das Haus und unser Grundstück betrifft. Dies heißt aber nicht, dass dieser nun derjenige ist, der alle Arbeiten im Haus und am Grundstück erledigt. Alle Mitglieder sind hier, wie in der Vergangenheit auch, angehalten, ihren Teil dazu beizutragen.
Übrigens, auch unser langjähriger Bootswart freut sich über Unterstützung bei der Pflege, Wartung und Instandsetzung unseres Bootsparks. Unter Anleitung kann sich hier jeder einbringen. Gerade unsere langjährigen Mitglieder haben viel Erfahrung mit unseren Booten, die sie dann an die jüngeren Mitglieder weitergeben können. Der Vorteil ist: man lernt, wieviel Arbeit und Fleiß in der Pflege der Boote steckt und wie wertvoll der sorgfältige Umgang mit unseren Booten ist. Schließlich wollen wir alle auch weiterhin viel Freude an unserem gepflegten Bootsmaterial haben können.
Freude machen auch unsere neuen Boote. Zur „Warthe“ und „Oder“ gesellte sich in diesem Jahr der Zweier „Neiße“. Ein Blick in das Fahrtenbuch zeigt, diese Boote werden überdurchschnittlich und gerne genutzt. So soll es auch sein, denn dafür sind sie da! Die Freude an neuen leichten Booten und der Anstieg der Mitgliederzahlen zeigen aber auch, dass der Verein weiterhin in die Anschaffung neuer Boote investieren muss. Da dies nicht allein aus den Vereinsbeiträgen zu bewerkstelligen ist, möchte ich auch auf diesem Wege an die Spendenbereitschaft aller Vereinsmitglieder appellieren.
Durch die Spendenbereitschaft, auch von Nichtvereinsmitgliedern, haben wir in den vergangenen Jahren nicht nur in den eigentlichen Rudersport, sondern auch in den Erhalt unseres Vereinsheimes und dessen Umgestaltung investieren können. Demnächst geht es mit der Sanierung der ersten Dachhälfte los. Mit dem Austausch der Zinkbleche, Traufen und Dachrinnen wurde eine Firma beauftragt. Die Finanzierung dieses Projektes ist aus Rücklagen des ARC, Turbine und einem Zuschuss sichergestellt. Die Betondachsteine werden gesäubert und beschichtet, die Giebel müssen neu verputzt werden. Dies muss in Eigenleistung erbracht werden. Für die Zeit der Baumaßnahmen wird für alle Dacharbeiten eine Rüstung gestellt. Diese ist für den Zeitraum von vier Wochen angemietet. Das heißt, auch unser Teil der Arbeiten muss innerhalb der vier Wochen erledigt werden. Hier zähle ich auf die Unterstützung aller Vereinsmitglieder – jede helfende Hand wird hierbei gebraucht, um den Verein vor zusätzlichen Kosten zu bewahren.
Damit sind wir beim leidigen Thema Geld. Da es eher unüblich ist, dass Preise gesenkt werden, spiegelt es sich auch in unseren Betriebskosten wider. Gas-, Wasser-, Strom- und Versicherungsanbieter sind nicht dafür bekannt, dass diese großzügig Preisnachlässe geben. Unserer Schatzmeisterin war es in den letzten Jahren zu verdanken, dass sie mit Anbieterwechseln hier und da noch den einen oder anderen Euro herausholen konnte. Wir werden aber mittelfristig nicht um eine Anhebung der Mitgliedsbeiträge herumkommen. Um welche Summe es sich hierbei handeln wird, werden wir im Vorstand diskutieren und dann auf einer Mitgliederversammlung im November vorstellen.
Dem aufmerksamen Betrachter des Terminkalenders am Schwarzen Brett wird diese Mitgliederversammlung im November nicht entgangen sein. Der Vorstand möchte damit all jenen Rechnung tragen, die einen Abstand von einem Jahr für Mitgliederversammlungen für zu lang halten.Ein halbjährlicher Rhythmus kommt dem gesamten Verein zugute, da wir so wesentlich schneller und flexibler sowohl auf die Bedürfnisse der Mitglieder selbst als auch auf das aktuelle Geschehen im Umfeld des Vereins reagieren können.
Die Entwicklung der Mitgliederzahl ist bei Turbine weiterhin stabil. Bei den Erwachsenen haben sich fast alle Teilnehmer des Ruderkurses von unserer Ruderbegeisterung anstecken lassen und wir können sie nun als neue Mitglieder begrüßen. Weiterhin freut es mich, dass auch Wiedereinsteiger den Weg zu uns in die Regattastraße 237 gefunden haben, die nun nach jahrelanger Ruderabstinenz wieder dem Rudersport frönen. Es liegt jetzt an uns, allen neuen Mitgliedern zu beweisen, dass sie mit unserem Verein die richtige Wahl getroffen haben.
Dann ist da noch unsere Jugend. In der Jugendgruppe ist, wie das eben bei jungen Menschen so ist, nur eins stetig – der Wandel. Aus Jugendlichen werden Erwachsene und damit scheiden sie als Mitglied der Jugendgruppe aus. Aber auch hier finden neue Jugendliche nicht nur durch den Ruderkurs zu uns – mal mehr, mal weniger. Hier sind wir alle gefordert. Die Arbeit mit und für unsere Jugend ist unser aller Aufgabe, denn sie ist letztlich auch ein Teil unserer Zukunft als Verein. Leider haben wir noch nicht das richtige Rezept gefunden, den Sport so schmackhaft zu machen, dass sich die Jugend dann und wann auch einmal selbst organisiert. Vielleicht wird sich das ab Juli ändern. Denn dann wird das Jugendtraining von einer neuen Trainerin geleitet, die mit festen Trainingseinheiten als planbare Konstante für die Jugend da ist. Dass es unsere Jugend drauf hat, hat sie ja schon oft genug gezeigt. Zur Dove-Elbe-Rallye hat die Jugend nach ein paar Startschwierigkeiten bewiesen, was in ihnen steckt. Wenn sich auch kein Gegner fand, war es eine beachtliche Zeit, die sie da vorlegten. So hat es auch bei der Skiff-Spaß-Regatta Freude gemacht, zuzuschauen, wie sie ihren Spaß bei der Sache haben.
Leider haben wir in diesem Jahr aber auch so manche Chance vertan, uns sportlich erfolgreich zu präsentieren. Nach den Erfolgen in Hamburg, Fürstenwalde und Rüdersdorf war es besonders schade, dass die diesjährige Jubiläums-Müggelsee-Achterregatta ohne einen Turbine-Achter ausgetragen wurde. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und mit stetigem Training hätte man nicht nur mit dem olympischen Gedanken antreten müssen.
Nun kommen die Sommermonate. Viele schöne Wanderfahrten stehen im Veranstaltungskalender. Berlin-Umfahrt, Fahrt auf der Trave, die Fahrt auf der Oder. Aber auch kleine und große Ausflüge am Wochenende werden angeboten. Neue Medien wie WhatsApp machen das Verabreden leicht und die Erfahrung zeigt: wer in die Gruppe schreibt, dass er einen Ruderpartner sucht, wird schnell auf Gleichgesinnte stoßen. Aber auch Nicht-WhatsApp-Besitzer rudern gern. Und sollten Fahrten geplant werden, würden diese sich auch über eine Einladung freuen.
Auch die Veranstaltungen, die nicht im Boot stattfinden, erfreuen sich großer Beliebtheit. Cocktailabend und Oktoberfest seien nur zwei genannte Highlights. Wenn man dann hört, dass einige ihren Urlaub um unsere Festivitäten planen, fühlen sich die jeweiligen Organisatoren bestätigt, das Richtige für unser geselliges Beisammensein zu tun.
Der Vorstand möchte hiermit die Gelegenheit nutzen und sich bei allen, die diesen Verein mit Leben erfüllen, bedanken. Hier können wir uns alle angesprochen fühlen. Es herrscht ein wertschätzender Umgang und bei vielen von uns endet die Kameradschaft nicht an unserem Hoftor.
Für mich kann ich sagen: ich bin froh, dass ich in diesem Verein bin… und mit dieser Meinung stehe ich bestimmt nicht allein da.