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Spreewaldfahrt

04.-05. März 2017

... von Dagmar Kappel

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(Bilder vorhanden!)
Am ersten Märzwochenende fuhren wir „wie immer“ in den Spreewald zum Rudern. Ungewohnt war das Wetter: 15 Grad und Sonnenschein, kein Regen, keine zugefrorenen Schleusen.

Am Start ergab es sich, dass das Boot des Fahrtenleiters als letztes schleuste. Wir sollten zuerst aus der Schleuse und vorfahren, aber ich sagte, ich kenne den Weg nicht. Gelächter in der Aller, die uns daraufhin den Weg wies. Wir ruderten, irgendwann paddelten wir, sahen aber die Weser mit dem VL nicht hinter uns. „Sollten sie so langsam paddeln?“ Dann sah ich eine Bootsrutsche voraus und wusste: „Wir sind falsch!“. Auch wenn wir in unseren Kunststoffbooten ruderten, diese Strecke hätte der Bootswart nie ausgewählt.
Die Mannschaft der Aller stieg aus, zog das Boot über die Rollen rauf und ließ es auf der anderen Seite wieder runter, wir folgten. Der „beste Steuermann des Vereins“, der morgens getönt hatte, den Spreewald gut zu kennen, behauptete, dieser Weg wäre durch Vorstandsbeschluss ausgewählt worden, der erste und zweite Vorsitzende hätten sich darauf geeinigt. Merke: Es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen Bürgerfließ und Bürgergraben.
An der Wotschofska trafen wir den Fahrtenleiter wieder, dessen Mannschaft einen bequemeren Weg genommen und damit Zeit für eine Pause hatte.
Auf dem Weg nach Eiche folgten die nächsten Hindernisse: Bäume. Bei einigen reichten „Ruder lang“ und Steuermannsgeschick, um daran vorbei zu kommen, aber einer lag völlig im Weg. In der Vorsaison ist der Spreewald noch nicht aufgeräumt.
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Die Aller fuhr auf den Baum, so weit es ging, Paul kletterte durchs Boot, stieg aus und bog die Äste beiseite, um auf diese Weise ein Rüberfahren zu ermöglichen. Mit Geduld und Spucke und etwas Kraft kam die Aller rüber, dann waren wir an der Reihe. Wir fuhren mit der Dubrow auf den Baum, aber Paul stellte fest: „Ihr seid zu leicht!“ Das ging Ivy, Karsten und mir runter wie Öl. Erst nachdem die Weser ebenfalls auf den Baum gefahren war, gelang es Paul, unser Boot rüberzuschieben. Die Weser wechselte die Position, um Paul nach getaner Arbeit aufzunehmen, der anschließend wieder in sein Boot wechselte.

Nun erkannte ich die Strecke und konnte die Diskussion meiner Mannschaft, dass wir falsch wären, unterbinden. In „Steffis Hafenstübchen“ stärkten wir uns und begossen Ralphs Geburtstag.
Die Rückfahrt verlief völlig unspektakulär, Ivy und ich paddelten, während Karsten auf Schlag langweilig wurde. Ab und an durfte er einen Schlag machen, manchmal gar zwei oder drei, worüber er sich immer sehr freute. Auf freier Strecke durfte er, zu Ivys Leidwesen, sogar 10 Dicke fahren, aber dann folgte schon die nächste Kurve. Da wir deutlich schneller waren als die beiden anderen Boote, schleusten wir allein, damit Karsten für die Vierer die Schleuse wieder fertig machen konnte. Die Weser kam genau richtig, das Schleusentor öffnete bereits wieder.
Die Boote ließen wir am Campingplatz im Wasser liegen, dann fuhren wir zum „Spreewaldidyll“, wo wir in Zwei-Bett-Zimmern mit Heizung (!) unterkamen. Die meisten Fahrtteilnehmer erkundeten noch eine Gaststätte, andere blieben in der Pension und verzichteten auf Frischbier und Abendessen.
Am Sonntag gab es eine neue Bootseinteilung. Diesmal saß ich mit Rolf im Boot und konnte unmöglich weiter an meiner „Goldenen Steuerleine“ arbeiten. Wir ruderten über den Burg-Lübbener Kanal nach Lübben, wo wir pünktlich am Strandcafé anlegten. Heinz hatte im Vorfeld eine Suppe und ein Schnitzel bestellt. Nach der Suppe stellte er fest: „Ich bin schon satt. Das Schnitzel ist zu viel.“ Zu seinem Glück wurde durch ein Versehen der Küche nur eines der vorbestellten Schnitzel an den Tisch gebracht. Heinz erhielt zur Entschädigung für sein fehlendes Essen einen Espresso auf´s Haus.

Zurück ruderten wir die Spree hoch. Statt der versprochenen 32 oder gar 54 Stromleitungs-Masten sahen wir nur 15, ansonsten war das Kabel bereits in der Erde verlegt. Entweder war die Strecke zu kurz oder wir zu schnell, denn entgegen der Planung lagen die Boote bereits um 16 Uhr auf dem Hänger, so dass wir schon kurz nach 17 Uhr am Bootshaus waren, wo wir die Boote abluden und in die Hallen legten.
Wir bedankten uns beim Fahrtenleiter für die harmonische und gut organisierte Fahrt, er bedankte sich bei uns dafür, dass es keine Beschädigungen gab.

Letzte Aktualisierung / last update: 10.12.2017