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Dove-Elbe-Rallye 2017 - ein Sieg mit vielen Hindernissen

22.04.2017

... von Karsten Pudelko

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(Bilder vorhanden!)
Kurz nach der durch den Nudelsprint eingeleiteten Wettkampfsaison hing in diesem Jahr die Ausschreibung für die Dove-Elbe-Rallye in Hamburg am Regattabrett. Nur mühsam fanden einige Namen den Weg in die Liste. Auch von Seiten der Jugend war in diesem Jahr nicht gerade die große Euphorie zu verspüren.
Aber irgendwann muss man ja mal anfangen.
Liane appellierte an die Jugend und bei den Erwachsenen scharrte sich ein Mixboot zusammen. Philipp bot sich als Trainer an und mit viel gutem Zureden konnten wir, nachdem Katharina sich mehrfach mit Hilfe einer Korrekturmaus wieder aus der Liste ausgetragen hatte, sie doch noch dazu gewinnen, wenigstens im Training mitzumachen.
Es fanden sich dann auch einige Termine, an denen die gesamte Mannschaft es schaffte, gemeinsam ins Boot zu kommen.
Als Steuerfrau hatten wir Anne angeworben, die allerdings aus verschiedenen Gründen auch nur bedingt an den Trainingsterminen zur Verfügung stehen konnte.
Auch bei der Jugend hatte sich nun nach langem Hin und Her ein Mixboot zusammengefunden. Jan- Marcel und Annika wussten vom Vorjahr, was sie erwartet. Aber zusammen mit Charlotte, Ole und Björn musste nun aus ihnen die Mannschaft mit Durchhaltewillen gebildet werden.
Nun konnte es dann auch endlich aufs Wasser gehen. Beim Blick in die Liste des MM/F-Vierers musste Janin dann doch öfter als gedacht als Steuerfrau einspringen. Gerne wäre sie, wie in den vergangenen Jahren, dabei gewesen. Doch es gibt eben auch sehr gute Gründe nicht bei Regatten mitzurudern oder zu steuern.
Als wenn sich das Wetter gegen uns verschworen hatte: Prinzipiell war an den Trainingstagen richtig schlechtes Wetter. Nach der Ankunft im Bootshaus führte der erste Weg erst einmal zum Steg. Es waren auch Tage dabei, an denen das Training auf die Ergometer verlegt werden musste.
Sowohl bei der Jugend als auch bei den Erwachsenen rissen die Folgen des schlechten Wetters auch in Form von Krankheit Löcher in die Trainingspläne.
Katharina hatte somit des Öfteren die Chance, mit ins Boot zu steigen und fand an der Sache selbst, wie auch an dem Training, immer größeren Gefallen.
Schneller als uns lieb war, rückte nun das bewusste Wochenende heran. Und umso näher der Termin kam, desto mehr hatte man den Eindruck, die ganze Welt hätte sich gegen uns verschworen.

Die Startzeit für das MM/F-Boot stand nun fest. Da Anne aber nachmittags in Hamburg andere Termine hatte, musste sie leider als Steuerfrau vollständig ausscheiden. Ein/e neue/r Steuerfrau/-mann musste her. Jetzt zeigte sich, dass Katharina echt zur Mannschaft gehörte und obwohl es ihr widerstrebte, stellte sie sich als Steuerfrau zur Verfügung. Der Wermutstropfen an der Sache war aber, dass sie erst am Samstag früh nach Hamburg kommen konnte. Mit Hilfe der Deutschen Bahn sollte das eigentlich möglich sein.
Jetzt konnte ja eigentlich nichts mehr schief gehen. Oder?
Am Donnerstag vor der Abreise stand das Zugfahrzeug für den Hänger irgendwie schräg auf dem Penny-Parkplatz. Die Ursache war auch schnell gefunden. Eine etwas größere Spaxschraube hatte sich paarungswillig mit einem Reifen gezeigt, sodass diesem die Luft ausging. Also schnell einen neuen Reifen bei Onkel Unger besorgen, was nicht ganz so einfach ist, wenn man nach Ostern noch einen Winterreifen braucht.
Ein neuer Reifen war drauf, jetzt konnte doch nichts mehr schief gehen.
Freitagmittag: auf der Autobahn Richtung Hamburg war früh ein Betontransporter umgekippt und hatte einen ordentlichen Stau erzeugt. Zugfahrzeug und Hänger standen bereit zur Abfahrt. Na dann kann es ja los gehen. Aber schon an der Grundstücksausfahrt zeigt sich, dass die Länge eines Vierers nicht unterschätzt werden darf. Um keinen Schaden anzurichten, musste der Hänger doch noch mal schnell abgekuppelt und per Muskelkraft bewegt werden.
Was wird oftmals vergessen, wenn man den Hänger abkuppelt? Genau, der Stecker steckte weiterhin im Fahrzeug und die Anschlussleitung des Hängers lag schlaff auf dem Boden.
Dank der Technologie des drahtlosen Empfangs und Google konnte der Stecker wieder an den Hänger transplantiert werden und wir konnten, etwas verspätet, Richtung Hamburg aufbrechen.

Während sich das Boot in Richtung Hamburg bewegte, trafen sich alle Verbliebenen, um mit einem gemieteten Kleinbus nach Hamburg aufzubrechen. Der Bus war schon vorab bei der Firma mit den Robben auf den Autos reserviert worden und sollte eigentlich bereit stehen. Auf dem Hof standen allerdings nur Kleinbusse mit zu wenig Sitzen. Zum Glück bleib Marcel hartnäckig: Die entsprechende Anzahl an Sitzen wurde nachgerüstet und die Gruppe konnte nun auch den Weg nach Hamburg antreten.
Pünktlich zum Abendbrot waren beide Mannschaften in der Jugendherberge in HH Horn vereint und es gesellten sich zwei Überraschungs-Turbine-Schlachtenbummler, namens Jörg und André, hinzu.
Nach der relativ entspannten Nacht kündete eine SMS von Katharina am Morgen das nächste Unheil an. Wegen Schienenersatzverkehr bei der S-Bahn fuhr nun der Zug unserer Steuerfrau ohne sie Richtung Hamburg. Durch schnelles Handeln konnte sie jedoch noch rechtzeitig am Bahnhof in Bergedorf abgeholt werden.
Die Mannschaften waren nun komplett vor Ort. Die Jugend ging als Erstes auf die Strecke. Nun zeigten sich die Vorteile des Trainings bei schlechtem Wetter. Glücklich über die von ihnen erbrachte Leistung konnten sie nach etwas mehr als einer Stunde aus dem Boot steigen.
Um 15:00 Uhr hieß es nun auch für den Erwachsenenvierer, ins Boot zu steigen.
Während des Einsteigens trommelte ein ordentlicher Hagelschauer auf die Mannschaft ein. Bei Wind bis zu 33 km/h erfolgte dann der Start. Katharina feuerte die Mannschaft zur Höchstleistung an. Auf dem Hinweg musste sich die Mannschaft gegen den Sturm, Regen und Hagel behaupten.

Endlich die Wendestelle. Gestoppt und rum. Durch den Sturm wurde das Boot gefährlich Richtung Ufer gedrückt. Aber auch diese Situation konnte von der Mannschaft als Team gemeistert werden.
Nur noch schnell nach „Hause“. Zwischendrin noch die Sprintstrecke. 500 Meter in 2,06 min.
Unterwegs hatten sich Schlachtenbummler auf einer Brücke postiert, die mit ihrem Anfeuerungsrufen nochmals Schwung ins Boot brachten. Schließlich der Schlusssprint, dann das Ziel. Nach einer Stunde Dauermotivation von Katharina, Schweigen im Boot.
Hat es gereicht? Ja, Punktgleichheit auf dem 1. Platz beim Mix-Gig-Vierer B der Masters.

Allen Widrigkeiten zum Trotz, ein Sieg mit vielen Hindernissen.

Letzte Aktualisierung / last update: 10.12.2017