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Dove-Elbe-Rallye

21.04.2018

... von Ilona Gelling

Warum denn nicht? Nachdem die Dove-Elbe-Rallye seit 2014 fest im Regattakalender steht, fühlte ich mich dieses Jahr fit genug, um mitzumachen. Bei dieser Regatta, ausgetragen im weit entfernten Hamburg, handelt es sich um eine kombinierte Langstrecken-Regatta, 13 km inkl. 500-m-Sprintstrecke mit Extrawertung. Das klingt nach hohen Anforderungen.

Am Aushang hatten sich einige motivierte Herren und Damen mit Regattaerfahrung eingeschrieben. Vorerst waren wir zu wenig für drei Vierer und zu viel für zwei Vierer. Es war klar: ein Frauen- und ein Männervierer. Und der Rest? Reserve? Die Besetzung war noch bis zur letzten Woche ein kleines Geheimnis. Das sollte wohl dafür sorgen, dass alle am Ball bleiben.

Es fing mit einem herausfordernden Trainingsprogramm an, welches wir auf Grund des langen Winters doch mehr im Trainingsraum absolvieren mussten, als uns lieb war. Endlich auf dem Wasser wurde unter professioneller Trainingsanleitung von Philipp und Paula versucht, allen technischen Fehlern auf die Spur zu kommen und diese bestmöglich auszumerzen.

Das Training war für die Verbesserung meiner persönlichen Rudertechnik viel Wert und auch die Leistungsfähigkeit steigerte sich. Das Frauenboot fand sich gut zusammen und „frau“ spürte auch die Verbesserung von Training zu Training. Nur noch zwei Wochen bis zum Start - die Anspannung stieg. Dann die große Verkündung der Bootseinteilung - wir starten mit drei Booten.
Bedingung: einen Steuermann/-frau finden. Wir konnten zum Glück Emma aus der Jugend dazu gewinnen, welche sich dann noch bei zwei Trainingseinheiten auf den harten Job des Steuerns und Anfeuerns des Männervierers vorbereiten konnte. - Danke Emma! - Zusätzlich fanden sich noch Nicole und Lampe, um einen Mix-Vierer mit Muskelkraft zu unterstützen.

Freitagabend ging es mit unseren Autos ab nach Hamburg zur Unterkunft in der Jugendherberge „Auf dem Stintfang“ direkt am Hamburger Hafen. Sonnabend früh dann noch ein gutes Frühstück und ab zum RC Bergedorf.
Es war schönes Wetter angesagt, was wohl eher unüblich bei dieser Regatta ist. Aber es darf ja auch mal schön sein! Nachdem wir unsere Boote abgeladen, aufgeriggert und unseren Pavillon aufgebaut hatten, hieß es für mich Geduld haben und die Nerven bewahren.

Die Männer durften als erstes starten und haben ein super Ergebnis erzielt:
56:45 min Gesamtzeit und der Sprint in 1:59 min, super angefeuert von Emma, damit erster Platz!
Das Mix-Boot startete zwei Stunden später, allerdings ohne Konkurrenz. Dafür haben die fünf aber den schnellsten Sprint geschafft: 1:58 min - Gratulation!

Dann endlich nach vielen nervösen Toilettenbesuchen durfte ich mit den Frauen endlich aufs Wasser. Das war gewohntes Terrain und die Nerven beruhigten sich etwas - jedenfalls bei mir.
Die Damen der beiden Konkurrenzboote sahen sehr schlagkräftig aus, nicht einschüchtern lassen, wir hatten ja trainiert. Dann der fliegende Start mit eingeübtem Intervall und nun Konzentration, schnelle Hände, sanftes Einsetzen, den gemeinsamen Rhythmus finden. Die Warthe lief gut und wir konnten schon weit vor der Wende, angespornt durch unsere Super-Steuerfrau Susi mit 10 „Dicken“ ein Damen-Konkurrenzboot überholen. Nach kurzer Freude und Bedenken - hoffentlich überholen die uns nicht gleich wieder - zogen wir aber schön gleichmäßig weiter und der Abstand blieb. Also auf zur kräftezehrenden Wende und dann mit etwas Gegenwind die Strecke zurück. Immer mit dem Hinweis von Susi, dass sich vor uns noch ein Damenvierer befindet, zu dem wir den Abstand verringern konnten. Dann kam der Sprint, 500 m mit schnellem Schlag und so viel Kraft wie möglich - hier zählte jede Sekunde. Es war ein Kampf für uns alle, das Ende des Sprints wollte nicht kommen, doch wir haben alle Reserven aufgerufen und endlich kam das Signal, Sprint zu Ende. Jetzt wieder ruhiger werden, den Rhythmus finden und vor allem Luft holen. Jede von uns ist an ihre persönliche Grenze gegangen und hat hier Hochleistung erbracht, manch eine mehr als der Körper gut fand. Egal, wir haben uns nach einigen Metern wiedergefunden, wurden von der Brücke und unseren Fans super angefeuert, was uns neuen Schwung gab. Kurz vor dem Ziel gab es einen Dreikampf und wir konnten sogar noch einen Damen-Vierer überholen. Das roch nach Sieg.

Circa eine Stunde waren wir der festen Meinung, dass wir es geschafft hatten, die Auswertung mit den Punkten war erst zu 18 Uhr angesetzt. Es war eine schöne Stunde - so viel Glücksgefühl in mir - irre!

Umso enttäuschender dann das Ergebnis: Gesamtzeit: 1:01:44, Sprint: 2:02 - zweiter Platz. Na wie geht das denn? Ganz einfach, das zweite überholte Damenboot war wohl nicht aus unserem Rennen. Im Nachhinein ist der zweite Platz auch ein Grund stolz zu sein und beim Sprint waren wir die schnellsten in unserem Rennen!

Alles in allem hat es sich gelohnt, das Training, die Teambildung, die Platzierungen und der Ausflug nach Hamburg.
Am Sonntag haben wir uns noch per Bus zwei Hamburger Containerhäfen angeschaut, welche wirklich sehenswert waren. Dann noch ein Picknick auf der grünen Wiese und schon war alles vorbei.
Danke an Philipp und Martina für die Organisation und dann bis zum nächsten Jahr!

Letzte Aktualisierung / last update: 08.05.2018