Unsere Vereinschronik

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Einführung1950er1960er1970er1980er1990er2000er2010erErgebnisse
05.01.2000
Heute startete die Müggel zur ersten Fahrt der Turbineruderer in diesem Jahr. Es ging bei frischer kalter Luft und ruhigem Wasser über das Köpenicker Becken zum Müggelseeanfang und zurück. Das Winterrudern hat in der letzten Zeit doch mehrere Ruderer in seinen Bann gezogen. Solange die Gewässer eisfrei sind, lässt es sich selbst bei wenigen Minusgraden in kleineren Gigbooten ganz gut rudern, wobei vorsichtshalber die Nähe zu einem Ufer gesucht wird. Der Landesruderverband (LRV) Berlin vergibt für eine Mindestanzahl von Fahrten und Kilometern in wenigstens drei Wintermonaten eine kleine Urkunde, die uns später noch an diese etwas ausgefallenen Tage erinnern wird.

Frühjahr 2000
Die Eigentumsverhältnisse am Grundstück Regattastraße sind geklärt, die Rück­über­tragung des Geländes mit dem ARV-Bootshaus erfolgte an den ARV/ARC. Ein Nutzungs­vertrag zwischen dem ARV/ARC und dem RCTG wird zum Vorteil beider Seiten ab­ge­schlos­sen: der ARV/ARC hat Interesse daran, dass das im Grunde leer stehenden Bootshaus durch Benutzung und Instandhaltung vor dem Verfall bewahrt wird und außerdem erhalten nun die im Westteil Berlins aktiven Ruderer des ARC hier in Grünau einen Außenposten in einem der schönsten Wassersportreviere Deutschlands. Die Turbineruderer hingegen haben ein neues Zuhause gefunden und sind in der Lage, die Betriebskosten durch ihre Mit­glieds­beiträge zu begleichen sowie durch nicht geringe Eigenleistungen zur Wert­steigerung der Anlagen beizutragen. Es erfolgte eine gemeinsame Planung und Ab­stim­mung beider Vereins­vor­stände zu den erforderlichen Instandhaltungsmaßnahmen am Bootshaus.
In der nächsten Zeit wird die mit Holzschindeln verkleidete Fassade des Bootshauses aus Mitteln der Berliner Denkmalspflege und des Akademischen Ruder-Clubs zu Berlin (ARC) erneuert, und die Turbineruderer nehmen sich für die nächste Zeit das Aufpolieren des In­neren vor: Theken­raum, Großer Saal, Veranda und Küche sollen in den folgenden Jahren von Grund auf erneuert werden.
Das Bootshaus des ARV (Wasserfront). Foto: P. Möller
Das Bootshaus des ARV (Wasserfront). Foto: P. Möller
Das Bootshaus des ARV (Straßenfront). Foto: RCTG
Das Bootshaus des ARV (Straßenfront). Foto: RCTG

12.07.2003
Dank der guten Verbindungen des Ruderkameraden Heinz Lindecke zu seinem alten Verein, dem Düsseldorfer Ruderverein 1880 e.V., sind wir nun neben dem schon in die Jahre ge­kom­menen Achter Turbo im Besitz eines gebrauchten C-Gig-Achters nebst dazugehörigem Boots­an­hän­ger. Am 12.07.2003 wurde der Achter mit einem Glas Sekt getauft, danach bei einer ersten Ausfahrt getestet und für spreewassertauglich befunden. Es wurde be­schlos­sen, den Namen „Klingelhöfer" zu Ehren des ehemaligen Vorsitzenden des Düsseldorfer RV bei­zubehalten.
Ein Dankeschön an den Düsseldorfer RV für den Achter. Foto: RCTG
Ein Dankeschön an den Düsseldorfer RV für den Achter. Foto: RCTG
Erste Fahrt mit dem Achter. Foto: RCTG
Erste Fahrt mit dem Achter. Foto: RCTG

24.08.2003
Das Bootshaus des Akademischen Rudervereins zu Berlin-Grünau besteht seit 100 Jahren.
Dieses Bootshaus ist jetzt auch unser Zuhause. Auf der gemeinsamen Festveranstaltung beider Vereine werden neben den Mitgliedern der Vereine und vielen geladenen Gästen auch prominente Ehrengäste begrüßt. In der ARV-Zeitung steht zur Festveranstaltung unter ande­rem:
100 Jahre ARV-Bootshaus in Grünau. Aus der Geschichte des Akademischen-Ruder-Vereins zu Berlin-Grünau ...:
"Eine neue Entwicklung bahnte sich an, als der Ruderclub Turbine Grünau sein – der wiedervereinigten BEWAG gehörendes – Bootshaus einbüßte. 1997 zog daraufhin Turbine – ehemals Betriebssportgemeinschaft der BEWAG – aus dem BEWAG-Bootshaus in das ARV-Bootshaus (zunächst nur in die Bootsdienerwohnung), während die Boote im Nebengebäude Regattastraße 239 (ehemals Sport Borussia) gelagert werden. Nach der Rückübertragung des ARV-Hauses an den ARC im Jahre 2000 zogen die Kanuten endgültig aus und das Bootshaus dient wieder dem Rudersport, für den es einst gebaut wurde. Zwischen dem ARC und Turbine kam es zu einer vertraglichen Regelung und – wohl noch wichtiger – zu einer Zusammenarbeit, die sich auf gemeinsames Renn- und Wanderrudern und die Pflege und Erhaltung des Hauses erstreckt."
(Zitat aus der Festschrift des ARV zum 100. Vereinsjubiläum)
Das Bootshaus des ARV 1903. Foto: ARV
Das Bootshaus des ARV 1903. Foto: ARV
Das Bootshaus des ARV 1903 - Einweihungsfeier. Foto: ARV
Das Bootshaus des ARV 1903 – Einweihungsfeier. Foto: ARV
Auf der Festveranstaltung. Foto: RCTG
Auf der Festveranstaltung. Foto: RCTG

27.09.2003
An diesem Sonnabend findet zum 25. und letzten Mal die von Hannes Thiergärtner geführte Wander­ruder­fahrt „Herbst am Möllensee" von Grünau über den Seddin-, Dämeritz-, Flaken- und Werlsee zum Möllensee und zu den Kiesgruben durch eine herrliche und ab­wechs­lungs­reiche, fast unberührte Landschaft (61 km) statt. Sie war in den siebziger Jahren zu­sam­men mit Martin Warnstaedt und Werner Henschel aus der Taufe gehoben worden, um Ruderinnen und Ruderern Gelegenheit zu geben, die zur Erringung der jährlichen Fahr­ten­wett­be­werbs­ziele noch fehlenden Leistungen zu erbringen.

2003
Im ersten Jahr nach ihrem Eintritt in den Verein werden Janin Bleicke und Liane Bleicke mit gleicher Jahreskilometerzahl, nämlich jeweils 1.372 Kilometern, nicht nur Erfüller des Jah­res­ruder­wett­bewerbs des DRV, sondern zugleich Siegerinnen im Wanderrudern der Damen beim RCTG. Das ist eine stolze Leistung für unsere jungen Ruderinnen, die im Vorjahr noch An­fän­gerinnen waren. Damit belegen sie im Sommerwettbewerb des LRV Berlin ge­mein­sam den zweiten und dritten Platz ihrer Alters­gruppe, und sie er­halten erst­mals die begehrte Pla­kette mit einer der jähr­lich wechselnden Berliner Stadt­ansichten.

Ende 2003
Durch einen dem Verein nahestehenden Web-Programmierer :-) sind die Turbine-Ruderer durch ansprechend gestaltete Webseiten nun auch im Internet vertreten.

2002 - 2006
Da die Eigentumsverhältnisse am Grundstück Regattastraße geklärt sind, können die erforderlichen Bau- und Renovierungsarbeiten am und im Bootshaus erfolgen. Die Vor­stände beider Vereine haben den Umfang der Arbeiten festgelegt, die Finanzierung der ein­zel­nen Teilprojekte wurde geklärt. Im Einzelnen wurden folgende Arbeiten durchgeführt:

– Renovierung der Wohnung im Erdgeschoss mit den erforderlichen Reparaturen,
– Öffnung der zugemauerten Hallentore,
– Entfernen der gemauerten Trennwand in der Bootshalle,
– Renovierung der Veranda, Wärmedämmung ihrer Wände und Verkleidung mit Panelen,
– Abriss des Kachelofens im Kleinen Saal,
– Einbau einer neuen Theke und Renovierung des Thekenraums.

Im Großen Saal erfolgte der Abriss des alten Tresens, die fachgerechte Instandsetzung des Kamins, es wurden sämtliche erforderlichen Reparaturarbeiten durchgeführt, für die Saal­türen wurden neue Glasscheiben besorgt und eingesetzt, und der gesamte Saal wurde reno­viert.
Sämtliche Parkettböden in der Veranda, im Kleinen und Großen Saal wurden abgezogen und versiegelt.
Zusätzlich erfolgten aufwändige Arbeiten in den Nebenräumen und an den Außenanlagen:

– Renovierung des „Wernerzimmers" mit den notwendigen Reparaturarbeiten,
– Renovierung eines weiteren bewohnbaren Raumes,
– Renovierung mehrerer Räume im Obergeschoss als Unterkünfte für Gästeruderer,
– Durchführung der erforderlichen Arbeiten in der Außenanlage,
– Instandsetzung der Steganlage nach den Eisschäden 2003 und 2005.

Mit diesen Arbeiten wurden im Bootshaus langjährige Bausünden der letzten Jahrzehnte beseitigt. Die Auflagen der Denkmalschützer, speziell zur Fassade und zu den Fenstern, wur­den eingehalten.
Insgesamt ist das Bootshaus nun in einem Zustand, der eine effektive sportliche und kul­tu­rel­le Nutzung zulässt, in dem sich alle Besucher wohl fühlen und das dem Zahn der Zeit eine lange Zeit standhalten wird.

2005
Die Krönung, auf großen Gewässern zu rudern, wird vom Rudern im Hochgebirge mit weißen Bergen, grünen Hängen und Felsen bis ins glasklare Wasser noch übertroffen. Auf Hochgebirgsseen zu rudern ist einfach wunderschön. Und so hat sich eine kleine Gruppe von Turbineruderern erneut in den Süden begeben, um der Einladung der Postruderer in den Tessin zu folgen. Die Boote werden an Ort und Stelle ausgeliehen. Der Lago Maggiore wird im schweizerischen und im italienischen Teil erkundet, der Vierwaldstätter See, der Lago di Como, der berühmte Rotsee und weitere Gewässer stehen auf dem Programm.
Der Lago Maggiore. Foto: P. Möller
Der Lago Maggiore. Foto: P. Möller

09.10.2005
Nach den vielen Wanderfahrten in der Hauptsaison führt uns diesmal eine herbstliche Rad­tour, organisiert von Wolfgang Nehls, vom S-Bahnhof Erkner über den Spreeradweg nach Fürstenwalde. Die Radtour im Herbst, mit wechselnden Strecken und Zielen, hat sich als eine der vielen sportlichen Ergänzungsangebote des Vereins etabliert und erfreut sich großen Zuspruchs. Sie stellt eine willkommene Abwechslung zum Ruderbetrieb dar und ermöglicht es vor allem auch unseren passiven Mitgliedern, einmal gemeinsam mit den Aktiven Sport zu treiben.
Radtour am 09.10.2005. Foto: P. Möller
Radtour am 09.10.2005. Foto: P. Möller
Radtour am 09.10.2005. Foto: P. Möller
Radtour am 09.10.2005. Foto: P. Möller

2006
Weitere vier Turbineruderer erhalten den Äquatorpreis. Insgesamt sind es nun zehn Ruderer, die bei uns den Äquatorpreis errudert haben. Weitere drei Äquatorpreisträger sind in letzter Zeit unserem Verein beigetreten. Der Ruderclub Turbine Grünau, nur ein kleiner Ruder­verein in Deutschland, ist auch bei der Erringung der Äquatorpreise einer der führenden Wander­ruder­vereine in Deutschland, und er hat seine Erfolge im Wander­ruderwettbewerb nach der deutschen Wiedervereinigung erfolgreich fortgesetzt. Im Deutschen Ruderverband (DRV) belegen wir bisher wie schon vor 1990 nur erste und zweite Plätze im republikweiten Wanderruderwettbewerb der Vereine bis 60 Mitglieder – und sogar der zeitweilige Wechsel in die nächst höhere Klasse wegen gestiegener Mitgliederzahl hat diesen Trend nicht auf­zu­halten vermocht.

Sommer 2006
Wieder eine Fahrt in den Alpen! Heinz Borries rudert seinen gedeckten Zweier mit Stm. zusammen mit Helma und Klaus Westphal im Salzkammergut – auf dem Wolfgangsee, dem Mondsee, dem Attersee und anderen wunderbaren Alpenseen, in deren klarem Wasser sich bei Windstille die hohen schnee- und gletscherbedeckten Berge der Alpen spiegeln. Die Fahrten gehen vom Stammquartier in Weyregg aus und werden überall dort durchgeführt, wo sich eine halbwegs vernünftige Stelle zum Einsetzen des Bootes finden lässt.
Am Attersee. Foto: K. Westphal
Am Attersee. Foto: K. Westphal
Am Mondsee. Foto: K. Westphal
Am Mondsee. Foto: K. Westphal

2006
Heuer fand das 30-jährige Jubiläum der Springseefahrt statt. Ins Leben gerufen wurde sie von den Ruderkameraden Wolfgang Müller, Reinhard Kelle, Wolfgang Kirkamm, Uwe Mews und Wolfgang Huntscha, später kamen die Ruderkameraden Jörg Zacher, Wilfried Tetzlaff und Rainer Kleinfeldt hinzu. Wurde in den Anfangsjahren nur im Frühjahr zum Springsee gerudert, so wurde die Fahrt später im September wiederholt.
Seit Herbst 1989 wird die Herbstfahrt auf auswärtigen Ruderrevieren durchgeführt, so wurde zum Beispiel auf dem Bodensee, der Mosel, der Aller, auf Mecklenburger Gewässern, der Elbe, der Trave und woanders gerudert. Die Teilnehmer der Fahrt wollen auch in Zukunft diese Tradition aufrecht halten: im Frühjahr Richtung Springsee, im Herbst zu wechselnden Zielen.

02.12.2006
Zum Ausklang der Rudersaison, aber auch zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit, findet eine gemütliche Barkenfahrt statt. Das ist eine der neueren Traditionen des Vereins: interes­sierte Mitglieder treffen sich an einem Dezembersamstag zu einer etwas kürzeren Fahrt auf der Berliner Spree in einer geliehenen Barke, bei der es immer sehr fröhlich zugeht. Wir rudern ja nicht nur um des Ruderns willen, sondern rudern bedeutet Geselligkeit mit anderen Ruderern in freier schöner Natur.
Barkenfahrt am 02.12.2006. Foto: L. Bleicke
Barkenfahrt am 02.12.2006. Foto: L. Bleicke

31.01.2007
Die neue Küche ist fertig!
Vor allem Heinz Borries mit 235 Arbeitsstunden, Wolfgang Arndt, Joachim Höhn und Jürgen Schülke, die im Sommerhalbjahr ihre "Wettbewerbskilometer" erruderten, haben in den vergangenen Winterwochen die bis dahin völlig herunter gekommene Küche im Bootshaus von Grund auf erneuert: angefangen von einem neuen Außenfenster und erneuerten Türrahmen über das Fliesen,. den Einbau eines modernen Abzugs bis zur malermäßigen Instandsetzung, gefolgt von der Installation neu erworbener Küchentechnik: alles wurde aufs Feinste hergerichtet.

26.-27.05.2007
Heinz Borries auf der Fahrt nach Venedig. Foto: H. Scheller
Heinz Borries auf der Fahrt
nach Venedig. Foto: H. Scheller
Heinz Borries nimmt an der 33. Wanderruderfahrt "Vogalonga" in Venedig teil... Venedig! Zusammen mit Peter Bock vom SV Energie Berlin und Holger Scheller aus Uelzen fährt er mit seinem gedeckten Zweier-mit "Trio" über Wasserburg - wo mal eben schnell mit zwei jungen Mädels gerudert wird - nach Venedig, um am 26. Mai auf dem Canal Grande zwischen Gondeln, Wassertaxis und -bussen und am Nachmittag nach Lido zu rudern. Eigentliches Ziel und absoluter Höhepunkt jedoch war die Teilnahme an der Vogolonga am Sonntag, dem 27. Mai. Gemeinsam mit etwa 5000 Aktiven in ca. 1600 Booten aller Art - Ruderboote, Gondeln, Kirchboote, Kutter, Inrigger-Achter usw. – rudern die drei unter den Augen zahlreicher Schaulustiger vom Start zum Ziel, ein überwältigendes Erlebnis. Der folgende Tag bescherte dann noch eine Ruderfahrt an der Insel Lido vorbei auf die Adria bis zur Insel Porto Seceo und zurück. Auf der Heimreise sollte eigentlich auch der Gardasee befahren werden, aber die Windverhältnisse ließen das nicht zu. Als Ersatz bot sich aber noch eine kürzere Ruderfahrt auf dem Lech beim RV Kaufering an. So wurde die insgesamt zehntägige Fahrt nach dem Süden zünftig abgerundet. (Einzelheiten zur Fahrt lassen sich im Heft 2/2007 des SV Energie Berlin, Abt. Rudern, finden.)
Vogalonga 2007 vor dem Markusplatz in Venedig. Foto: H. Scheller
Vogalonga 2007 vor dem Markusplatz in Venedig. Foto: H. Scheller
Die Turbineflagge vor der Rialtobrücke auf dem Canal Grande. Foto: H. Scheller
Die Turbineflagge vor der Rialtobrücke auf dem Canal Grande. Foto: H. Scheller

09.06.2007
Mit einem hervorragenden 2. Platz hat sich die deutlich verjüngte Mannschaft unseres Vereins beim diesjährigen Müggelsee-Achter-Rennen wacker geschlagen. Bei schönem Wetter und gutem Wasser wurden die 8 Kilometer absolviert. Das vorausgegangene kurze, aber intensive Training im nicht mehr alltäglichen Riemenachter hatte sich ausgezahlt.

25./26.08.2007
Auf Anregung unserer Jugendabteilung wurde parallel zu den Kanupolomeisterschaften auf der Regattastrecke Grünau ein Schnupperwochenende zur Gewinnung neuer Vereinsmitglieder ausgerichtet. Die Vorbereitung und Durchführung unter aktiver Beteiligung vor allem von Liane Bleicke und Philipp Haase hat doch einigen Aufwand bereitet, aber im Herbst konnten drei neue Mitglieder in unseren Verein aufgenommen werden. Das ist nicht besonders viel, aber die Ausrichter sehen sich doch in ihrer Mühe belohnt und drei Mitglieder sind ein Gewinn für uns.

14.-16.09.2007
Das 42. Wanderrudertreffen des Deutschen Ruderverbandes e. V. (DRV) in Bremen führte wiederum Hunderte Aktive, Ehemalige und Anhänger unseres Sports an der Weser zu gemeinsamem Rudern und Feiern zusammen. Die Ruderfahrt – zwar stromab, aber gegen nicht unerheblichen Nordwestwind und mit Schleusenwartezeiten zugunsten der Berufsschifffahrt – war bestens organisiert. Es zeigte sich wieder einmal, dass gut ausgebildete Ruderer und Steuerleute auch dann fein miteinander auskommen, wenn sie das erste Mal zu einer Mannschaft zusammengestellt werden. Die beiden vergnüglichen Abende im Festzelt führten wie in all den Jahren zuvor junge und alte Ruderkameradinnen und -kameraden zusammen. Für unseren Verein bescherte auch der Festakt am Sonntag Vormittag im Alten Rathaus der ehrwürdigen Hansestadt einen Höhepunkt: Der RC Turbine Grünau e. V. konnte die Ehrentafel für den Sieg im Wanderruderwettbewerb des DRV in unserer Mitgliederklasse entgegen nehmen, unser Ehrenvorsitzender Hans Fuhrmann wurde für insgesamt 45 Erfüllungen im Wanderruderwettbewerb des DRV ausgezeichnet und mit Heinz Borries, Jürgen Lücke, Rolf Neumann und Hannes Thiergärtner nahmen gleich vier Vereinsmitglieder den Äquatorpreis des DRV für mehr als jeweils 40077 geruderte Kilometer entgegen. Mehrere Turbine-Ruderer haben schließlich in der Folgewoche an der Nachfahrt zum WRT teilgenommen.

28.10.2007
Rudererbeine können sich nicht nur von einem Stemmbrett abstoßen, sondern auch Fahrradpedalen treten. In diesem Sinne hatte Wolfgang Nehls die Radtour des Jahres von Bernau durch die herbstlich leuchtende Schorfheide nach Joachimsthal vorbereitet. Die Teilnehmer wurden für die immerhin 45 km lange Strecke mit freundlichem Herbstwetter und tollen Landschaftseindrücken belohnt.
Rast der Ruderer bei der Radtour nach Joachimsthal. Foto: P. Möller
Rast der Ruderer bei der Radtour nach Joachimsthal. Foto: P. Möller

Dezember 2007
Im abgelaufenen Jahr ist der Nutzungsvertrag zwischen dem ARC/ARV und dem RCTG so geändert worden, dass der Kündigungsschutz auf fünf Jahre mit Option der Verlängerung ausgeweitet wurde. Das ist für den Fortgang eines ungestörten Ruderbetriebes von großer Bedeutung und nutzt allen beteiligten Seiten: die „Akademiker“ haben einen verlässlichen Partner, der die Immobilie nutzt, pflegt und allmählich modernisiert sowie einen sicheren Hafen an den Ostberliner Gewässern; die Turbine-Ruderer können ihrem Sport ohne ständige „Existenzangst“ am gewohnten Platz weiter nachgehen. Gewiss werden mit dem neuen Vertrag die finanziellen Belastungen für die Turbine-Ruderer durch Einzahlungen in einen Fonds zur Erhaltung des Bootshauses spürbarer, aber das sollte sich auf Dauer doch lohnen!

20.01.2008
Der Landesruderverband Berlin eröffnet das Olympische Jahr 2008 mit dem Flaggentag der Berliner Ruderer in der mit den Flaggen der über 50 Berliner Rudervereine geschmückten Ehrenhalle des Berliner Olympiastadions. Unter den etwa 100 Gästen nehmen verdienstvolle Ruderer des RC Turbine Grünau gemeinsam mit Vertretern des Akademischen Rudervereins Berlin teil. Auf der Festveranstaltung werden neben den unumgänglichen Reden ein Renneiner Peking und ein Zweier London im Stadionrund getauft und die eingeladenen Renn- und Wanderruderer sowie Trainer mit einem Ehrengeschenk bedacht. Es bleibt Zeit für persönliche Gespräche, die sich vorwiegend schon um die bevorstehende neue Saison drehen, und ein abschließendes, durch das Olympiastadion donnerndes dreifaches Hip Hipp Hurra.

15.03.2008
Der Akademische Ruder Club (ARC) Berlin eröffnet gemeinsam mit dem Akademischen Ruderverein (ARV) zu Berlin-Grünau und dem Akademischen Ruderbund (ARB) die diesjährige Frühjahrssaison anlässlich der Einweihung der drei Räume des ARV, ARC und ARB mit einem zünftigem Kommers im Bootshaus Regattastraße. Daran nehmen außer dem Ehrenvorsitzenden und dem 1. Vorsitzenden des RC Turbine Grünau weitere Mitglieder unseres Vereins und auswärtige Gäste teil. Die insgesamt etwa 50 Anwesenden erleben eine Kneipe mit interessanten kurzen Reden, dem gemeinsamen Gesang von Studenten- und Ruderliedern, vielen guten Gesprächen und nicht zuletzt bayerischen Weißwürsten und Weißbier.

Frühjahr 2008
Im 56. Jahr ihres Bestehens haben sich die Turbineruderer erstmalig eine Chronik erarbeitet. Die Mitgliederversammlung im Frühjahr 2007 hatte dies beschlossen, und Peter Möller hat sich der ziemlich undankbaren Aufgabe gewidmet, Dokumente zu sichten, Fakten zusammenzutragen, Erzählungen der Alten nachzugehen, Bilder aufzustöbern und, unterstützt durch mehrere Ruderkameradinnen und -kameraden, die erste Fassung überhaupt auf die Beine zu stellen. Das Werk liegt nun auf 48 Seiten gedruckt vor, oder es kann im Internet eingesehen werden. Die Macher sind währenddessen dabei, für 2007 und die Folgejahre das Material zeitgerechter als bisher aufzuarbeiten, damit zukünftig etwa alle fünf Jahre eine Fortschreibung vorgenommen werden kann.

01.-04.05.2008
Unter Führung von Winfried Spychalski fand erneut die Ruderfahrt auf der Warta (Warthe) in Polen statt. Sie führt durch Wald- und Wiesengebiete mit idyllischen kleinen Orten an den Ufern und erlaubt ein einmaliges Rudererlebnis in ungestörter Natur. Sonne, Regen und Wind ließen sich auch dieses Mal nicht vorhersagen, so dass für Abwechslung gesorgt ist. Die Warthe als Nebenfluss der Oder ist bekannt durch einen Passus in der polnischen Nationalhymne und durch den Park Narodowy Ujscie Warty (Nationalpark Warthemündung). Wir konnten feststellen, dass unsere polnischen Nachbarn die Infrastruktur an den Ufern zielstrebig verbessern, Wasserwanderrastplätze und ruderfreundliche Stege errichten und dass neue Gaststätten zum Verweilen einladen. Eines ist klar: die Warthefahrt hat einen festen Platz in unserer jährlichen Wanderruderplanung eingenommen.

10.-12.05.2008
Die Pfingstfahrt nach Prieros unter Leitung von Paul Klammer brachte jugendliche Ruderer unseres Vereins mit Altersgenossen des Düsseldorfer Rudervereins von 1880 gemeinsam bis zum Hölzernen See. Unterstützt von herrlichem Wetter, lernten unsere Gäste ein wunderschönes Fleckchen Erde, oder besser gesagt: Wasser, direkt im Süden von Berlin kennen. Die Route führt auf der Dahme über Zeuthen, Königs Wusterhausen, Bindow, Dolgenbrodt nach Prieros und verläuft mal in verhältnismäßig engem Flies, mal über ausgedehnte Seen. Sie wird unseren Gastruderinnen und -ruderern sicher in bester Erinnerung bleiben.

22.05.2008
Es war eher der Spaß an dem Rennen und nicht so sehr der sportliche Gehalt: Rolf Neumann und Jörg Zacher trugen zum Einlösen einer Wette ein Einerrennen über 500 m vor dem Bootshaus aus. Dass der Jüngere von beiden gewonnen hat, ist nebensächlich. Das Einerfahren für zwei wenig Geübte hatte einen viel größeren Reiz für die zahlreichen Zuschauer. Der Verlierer richtete dann einen Grillabend mit Freibier aus, so dass sich letztlich alle als „Aktive“ freuen konnten.

31.05.2008
Erstmalig erfolgte eine Barkenfahrt nicht wie üblich im Dezember, sondern bei schönstem Sommerwetter. Die eigentlich für Dezember 2007 vorgesehene Unternehmung musste wegen Unwetter abgesagt werden und wurde nun nachgeholt. Christel Schwiemann hatte alles nur Denkbare für die zehn Teilnehmer vorbereitet und anstelle des winter-üblichen Glühweins wurde Erdbeerbowle gereicht. Fazit: eine Barke lässt sich auch im Frühjahr rudern...

23.-25.06.2008
Auf Einladung von Helma und Klaus Westphal befuhr ein gesteuerter Vierer bei herrlichem Wetter und Schiebewind auf Hin- und Rückfahrt – welche Ruderer haben das schon! – die Strecke von Grünau über den Zeuthener See, Krüpelsee, das Bindower Fließ, den Dolgensee, Langen See, Wolziger See, Storkower See und Scharmützelsee zum Springsee und nach Bad Saarow. Wer längere Zeit nicht dort war, wird die Veränderungen der Gewässerqualität der Glubigseekette, vor allem die des Springsees, vielleicht nicht bemerken – aber sie ist unübersehbar. Vorbei die Zeit des kristallklaren Wassers, schade! Unterwegs hat sich aber die Welt der Wasservögel von ihrer schönsten Seite gezeigt: neben den schon aus Berlin bekannten weißen Schwänen und Möwen, grauen Fischreihern, schwarzen Kormoranen, schwarzen Blesshühnern mit weißem Kopf, den neckischen Haubentauchern und Wildenten waren braune Wildgänse mit ihren Jungen, der rote Milan, Schwalben und Seeschwalben Begleiter dieser wunderbaren Fahrt über insgesamt 153 Kilometer, und aus den Uferwäldern tönten die Rufe des Kuckuck.

04.07.2008
Vor allem unsere jugendlichen Mitglieder setzen in den heutigen Tag der offenen Tür große Hoffnungen auf neue Interessierte am Rudersport. Unsere Jugendabteilung hat sich die Gewinnung neuer ruderbegeisterter Ruderinnen und Ruderer als wichtige Aufgabe vorgenommen. Naturgemäß sind heute auch frühere Ruderkameraden vorbei gekommen, um sich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen und alte Freundschaften zu pflegen. Wichtiger sind indes die neugierigen Jugendlichen, von denen hoffentlich einige das Rudern ausprobieren und dann auch Mitglied im Verein werden wollen. Immerhin: es sei vorweg genommen, dass bis zum Jahresende sieben Jugendliche für den Verein gewonnen werden konnten.

Juli 2008
Der RCTG kann einen wenig gebrauchten C-Liner erwerben, der sich schon bei den ersten Probefahrten als 4er mit oder 5er ohne als hervorragend geschnitten erweist, sehr gut steht und sich mühelos steuern lässt. Dieses neue Boot wird auf den Namen DAHME getauft werden, also nach unserem Hausgewässer benannt.

16.-20.07.2008
Reiner Kleinfeldt nimmt als nationaler Wettkampfrichter an den Ruderweltmeisterschaften U23 auf dem Beetzsee in Brandenburg teil. Die Mannschaften aus Großbritannien, Frankreich, Australien, Neuseeland und Deutschland gehörten zu den stärkeren Bootsbesatzungen, aber der Damen- und der Herren-Achter wurden jeweils von den US-amerikanischen Sportlern für sich entschieden. Für unser Vereinsmitglied war der Einsatz als Kampfrichter eine wohl verdiente Anerkennung seiner bisherigen Kampfrichterlaufbahn. Die zahllosen Stunden der Vorbereitung haben sich für ihn gewiss gelohnt, und er konnte sich bei der Danksagung durch die FISA-Offiziellen zu Recht geehrt fühlen.

August 2008
Unsere Jugendfahrt in die herrlichen Möllenseegewässer war für die teilnehmenden jungen Sportler/innen Liane, Lisa, Jan, Janin, Max, Nils, Philipp und Sonja sehr lehrreich. Neben den sportlichen Fahrten im Ruderboot gab es noch andere Erlebnisse: Zelte mussten aufgebaut und die Abendbrotnudeln gegen Wespen verteidigt werden, den Jungen war durch die Mädels beizubringen, wie man richtig Betten bezieht, und auch das Rösten von Stockbrot brachte manch ungewohnte Herausforderung. Alles in allem – eine unvergessene Fahrt!

12.-14.09.2008
Das 43. Wanderrudertreffen des DRV findet nun in Berlin statt: Wir Turbineruderer gehören zu den sechs ausrichtenden Vereinen und sind trotz der enormen Belastung bei Vorbereitung und Durchführung stolz auf diese Ehre, die sicher auch Anerkennung für unsere bisherigen Bemühungen um das Wanderrudern sind. Nachdem am Freitag die Ruderinnen und Ruderer aus ganz Deutschland im Ruderzentrum Berlin zur Eröffnung zusammen gekommen sind, steht der Samstag ganz im Zeichen der Wanderfahrt von Berlin-Grünau stromab über die Spree, durch die gesamte Stadt, vorbei am neuen Regierungsviertel und Deutschlands modernstem Bahnhof nach Berlin-Spandau. Endlich wieder einmal eine Stadtdurchfahrt! Unser RCTG stellt zahlreiche fleißige Helfer im Vorbereitungsbüro und für die Betreuung während der Fahrt (Verpflegung, Bootstransporte usw.) sowie zwei Obleute. So an die 125 Boote bilden eine langgezogene Kette unter dem Spalier zahlreicher Berliner und auswärtiger Touristen an den Ufern. Der Sonntag gilt traditionsgemäß dem Festakt des deutschen Ruderverbandes mit Auszeichnung der erfolgreichsten Erfüller im Wanderruderwettbewerb und der Äquatorpreisträger. Vom RCTG waren Helga Lücke und Peter Oehm eingeladen, um ihre Auszeichnung für die 45. Erfüllung des Wanderruder-Wettbewerbs entgegenzunehmen.
Hervorgehoben werden sollen die unermüdlichen Anstrengungen unserer Vereinsmitglieder im Organisationsteam, nämlich Matthias Kohls (Finanzen), Paul Klammer (Öffentlichkeitsarbeit), Sandy Krüger (Veranstaltungen und Verpflegung), Rolf Neumann (Tagesfahrt) und Christel Schwiemann (Meldebüro) neben den vielen anderen hilfreichen Sportskameradinnen und -kameraden zu Land und zu Wasser.

14.-20.09.2008
An diesen Tagen fand die von Christel Schwiemann und Helma Westphal hervorragend organisierte Nachfahrt zum 43. WRT statt, an der sich 18 Ruderinnen und Ruderer beteiligten und die bei gutem Wetter eine unvergessene Fahrt bleiben wird.
Nach dem Eintreffen der Teilnehmer und Einquartierung im Bootshaus in Grünau am 14.09. ging es am 15.09. auf Fahrt zum Großen Müggelsee und zurück. Unterwegs wurde die Brauerei „BBB Berliner Bürgerbräu“ in Friedrichshagen besichtigt, verbunden mit Bierverkostung und Erwerb des Bierkenner-Diploms. Abends stand ein Panoramablick vom Berliner Fernsehturm über die erleuchtete Stadt auf dem Programm.
Der Dienstag führte von Grünau über Eichwalde Œ Königs Wusterhausen Œ Dolgenbrodt nach Prieros mit Rast in Riedels Landgasthof. Am 17.09. wurde die Fahrt über Kolberg, Kummersdorf, Storkow und Wendisch Rietz zum Glubigsee fortgesetzt. Dabei wurden vier Schleusen passiert, so dass die lange, aber abwechslungsreiche Strecke hinreichend untergliedert war. Abends lud Familie Westphal zu einem lustigen Grillabend auf ihrem Sommerdomizil am Glubigsee ein.
Der 18.09. führte die Teilnehmer wieder nach Prieros zurück, der 19.09. von dort nach Berlin-Grünau. Hier erwartete die Ruderkameraden und -kameradinnen noch spätabends eine „Bärentour“ durch die finsteren Straßen des alten Berliner Stadtzentrums. Am Samstag schließlich hieß es Abschied nehmen und wieder in die heimatlichen Ruderreviere zurück reisen.

Oktober 2008
Ein besonderes Erlebnis war für den Teilnehmerkreis die von Heinz Lindecke angeführte Beteiligung an der herbstlichen 24. Lahnwanderfahrt des Düsseldorfer Rudervereins 1880. Vierzig Ruderinnen und Ruderer starteten in der ehemaligen Residenzstadt Weilburg stromauf zur Schleuse Löhnberg, wendeten dort und befuhren nun stromab den 1847 eingeweihten Lahntunnel – einmalig für Wassersportler! Die landschaftlich reizvolle Lahn windet sich gemächlich durch ständig wechselnde Landstriche, berührt alte Städtchen und Dörfer, aber sie erfordert auch großes Steuermannsgeschick durch die Strömungsverhältnisse an mehreren Schleusen. Nach einigen schönen Rudertagen erreichte der Pilk schließlich Bad Ems. Für die Teilnehmer ging eine harmonische Wanderfahrt zu Ende. Ein ausführlicher Bericht kann in den Clubnachrichten des DRV 1880 nachgelesen werden.

01.11.2008
Das diesjährige Abrudern erfolgte wieder einmal im November. Wie schon in den Vorjahren war der ESV Schmöckwitz Zielpunkt für die Ruderinnen und Ruderer aus den Ostberliner Gewässern, und das gemeinsame Treffen zum Saisonausklang zog wieder viele alte Freunde an. Für unseren Verein war es noch ein besonderer Tag, weil nachmittags der neu erworbene, gebrauchte und aufpolierte C-Liner auf den Namen DAHME getauft wurde. Nun haben wir nach langer Zeit erneut ein Boot mit dem Namen des Flusses, an dem unser Verein seinen Sitz hat. Die DAHME ist ein schnittiger, gut im Wasser liegender Fünfer ohne / Vierer mit und wird sich sicher großer Beliebtheit erfreuen.

Dezember 2008
Der im März von Silke Helling eingereichte Beitrag „Sportliches Happy End“ über unseren Verein, die Wiedervereinigung, die Denkmalspflege und den Rudersport für die Berliner Werbekampagne „Sei Berlin“ ist bei über 4000 Einsendungen ausgewählt und mit der Ehrung „Offiziell ausgezeichneter Botschafter der Stadt Berlin“ bedacht worden! Dank ihrer Arbeit gehören wir damit zu denjenigen, die mit dazu beitragen, dass Berlin als lebendige Hauptstadt Deutschlands breitere Anerkennung, Unterstützung und Aufmerksamkeit verdient.

Januar/Februar 2009
Turbineruderer im Treppenhaus des Bootshauses. Foto: P. Möller
Turbineruderer im Treppenhaus
des Bootshauses. Foto: P. Möller
Der ungewöhnlich kalte und lang andauernde Winter hat einerseits das Winterrudern be­einträchtigt, an­dererseits aber die Durch­führung geplanter Werterhöhungs­maß­nah­men am Boots­haus befördert: Treppenhaus und Flurbereich der 1. Etage sind grundlegend erneuert worden! Das begann mit der Verlegung wichtiger Elektroleitungen und umfasste schließlich die Frei­legung verbauter Fenster, den Ein­bau eines an­spre­chenden höl­zernen Paneels nach denk­mals­pfle­gerischen Gesicht­spunkten, die Grund­er­neuerung der An­striche von Decke und Wänden und viele damit zu­sam­men­hän­gende Akti­vitäten.
Der ge­samte Ein­gangs­bereich er­strahlt nun – für die meisten für uns zum ersten Mal – in neuem Glanz.

Wie in all den Jahren zuvor, haben sich einige betag­tere Ruder­kame­raden ganz be­son­ders um diese Ar­beiten ver­dient ge­macht: Heinz Borries, Wolfgang Arndt, Jürgen Schülke, Dieter Wanzeck und Peter Oehm.

Peter Oehm bei Glaserarbeiten. Foto: P. Möller
Peter Oehm bei Glaserarbeiten.
Foto: P. Möller
Hannes Thiergärtner entfernt uralten Lack. Foto: P. Möller
Hannes Thiergärtner entfernt
uralten Lack. Foto: P. Möller
Heinz Borries bei der Herstellung des Paneels. Foto: P. Möller
Heinz Borries bei der Herstellung des Paneels. Foto: P. Möller

19.02.2009
Während der Jahreshaupt- und Wahlversammlung erfolgte planmäßig ein Führungswechsel beim Ruderclub Turbine Grünau. Wilfried Tetzlaff gab nach 12 erfolgreichen Jahren als 1. Vorsitzender des Vereins das Steuerruder ab. Ihm und dem von ihm geführten Vorstand ist es maßgeblich zu verdanken, dass wir nach den Querelen im alten Bootshaus anfangs der neunziger Jahre nunmehr im Bootshaus Regattastraße 237 beim ARC/ARV eine gesicherte Sportstätte gefunden haben und zusammen mit neuen Freunden, wie man so sagt, zu neuen Ufern aufbrechen können. Ihm und den anderen scheidenden Vorstandsmitgliedern galt der Dank aller Anwesenden. Zum neuen Vereinsvorsitzenden wurde Heinz Lindecke gewählt. Er ist vor einigen Jahren als von Düsseldorf kommender Äquatorpreisträger des DRV Mitglied im RCTG geworden und hat sich hier von Anbeginn mit viel Engagement und nicht unerheblichen Aufwendungen um die Gestaltung des Vereinslebens gekümmert. Die Vereinsmitglieder setzen ihr Vertrauen in den neu gewählten Vorstand und in den neuen Vorsitzenden, den RCTG auch weiterhin auf sicherem Kurs durch gutes und weniger gutes Wasser zu steuern.
Unser neuer Vereinsvorsitzender hat alle Aktiven aufgefordert zu versuchen, im laufenden Jahr 1000 km zu errudern. Mal sehen, welches Echo der Aufruf hervorruft. Abgerechnet wird am Silvestertag!

15.03.2009
Kaum eisfrei, wurde die Alte Oder noch vor dem Anrudern unter dem Fahrtenleiter Winfried Spychalski befahren. Die zahlreichen Teilnehmer kamen strömungsbedingt so schnell voran, dass mit einem Altarm beim Ort Schiffsmühle Neuwasser befahren wurde.

28.05.-02.06.2009
Die 35. Vogalonga in Venedig lockte dieses Jahr gleich 16 Sportkameraden unseres Vereins in den Süden. Dabei zeigte es sich, dass witterungsmäßig zwischen unseren relativ ruhigen Berliner Gewässern und dem Adriatischen Meer (wenn auch in einem abgeschnürten Nebenbecken) Welten liegen. Der Seegang, stürmischer Wind, Wellengang mit Schaumkronen und die Unerfahrenheit vieler Binnenruderer in einer mit dem offenen Meer verbundenen Lagune bewirkten das Kentern zahlreicher, vor allem offener Boote, Zusammenstöße, Rammen von Dalben, neben ihren Booten schwimmende Ruderer und ähnliche unliebsame Zwischenfälle. Viele Teilnehmer haben in weiser Vorsicht vor Ort auf die Wanderruderfahrt vom und zum Markusplatz über Murano und die Lagune, verzichtet und – sofern möglich – die Strecke an einem anderen Tag zurück gelegt (ohne indes den Canal Grande befahren zu dürfen). Die RCTG-Teilnehmer sind jedenfalls keine unnötigen Risiken eingegangen und haben dennoch alles berudert.

20.-24. 07.2009
Die Jugendabteilung des RC Turbine Grünau startet ihre Sommerfahrt. Sie führt über Neue Mühle, das Bindower Fließ und den Dolgensee nach Prieros. Von hier geht eine Tagesfahrt über die Schmölde, die Modderseen bis nach Teupitz und zurück, eine zweite über den Storkower See und Kummersdorf bis Storkow. Nach zweitägiger Rückfahrt haben die zwei Vierer Stör und Weser insgesamt 131 km errudert! Die Teilnehmer waren mit vollem Gepäck auf Tour, hatten zünftig Zelte dabei und schlugen sich mit ständig wechselndem Wetter wacker herum. Alles in allem – eine unvergessene Fahrt mit vielen Erlebnissen!
Junge Turbineruderer beim Schleusen 2009. Foto: Sonja Kappel
Junge Turbineruderer beim Schleusen 2009. Foto: Sonja Kappel
Verdiente Pause der Jugendabteilung 2009. Foto: Sonja Kappel
Verdiente Pause der Jugendabteilung 2009. Foto: Sonja Kappel

20.08.2009
Unser langjähriges Mitglied Irmgard Oehm – allen bekannt als Irmchen – ist im Alter von 72 Jahren verstorben. Sie hat das Vereinesleben über Jahrzehnte durch ihre fröhliche Art und stete Hilfsbereitschaft nachhaltig bereichert und so werden wir sie sehr vermissen. Ihr Andenken werden wir stets in Ehren halten.

13.09.2009
Auf dem Festakt des DRV zum 44. Wanderrudertreffen in Magdeburg stand mit Helma Westphal erneut eine Ruderin des RC Turbine Grünau in der Reihe der Auszuzeichnenden: sie hatte zum vergangenen Jahresende die magische Grenze von 40 077 km „überrudert“ und wurde damit Äquatorpreisträgerin des DRV. Sie hat zugleich den jährlichen Fahrtenwettbewerb zum 43. Mal erfüllt! Damit sind gegenwärtig 13 Äquatorpreisträger im Verein organisiert. Im übrigen hat unser Bootswart Winfried Spychalski zum gleichen Termin die Bedingungen für einen Äquatorpreis zum vierten Mal erfüllt...

Oktober 2009
Als einer der letzten Berliner Rudervereine haben wir die unmittelbare Erfassung unserer Wanderruderfahrten im elektronischen Fahrtenbuch (efa) eingeführt. Ein etwas altersschwacher Computer in der Bootshalle dient nun als ausschließliches Erfassungsmedium. Die Sache ist nicht ganz unumstritten, weil der dokumentarische Charakter eines Fahrtenbuches in Papierform entfällt und weil nicht wenige ältere Ruderinnen und Ruderer kaum über PC-Erfahrung verfügen. Aber allmählich obsiegt auch hier die Gewohnheit und die zeitraubende digitale Nacherfassung ist nicht mehr erforderlich.

06.-08.11.2009
Die nunmehr 20. Herbst-Wiedervereinigungs-Achterfahrt (HWAF) erinnerte die geladenen Gäste nachhaltig daran, dass seit der deutschen Wiedervereinigung schon zwei Jahrzehnte vergangen sind. Die Durchführung einer solchen Fahrt ist umso wichtiger und anerkennenswerter, als es uns Ruderern bereits zur Normalität geworden ist, die Spree, die Havel und angrenzenden Kanäle und Gewässer in unsere Fahrtenziele einzubeziehen, bei „unseren“ Düsseldorfern auf dem Rhein zu rudern oder sich an der Vogalonga in Venedig zu beteiligen.

14.11.2009
Rudern am 1. Mai 2009. Foto: Liane Bleicke
Rudern am 1. Mai 2009.
Foto: Liane Bleicke
Jugendtag beim RC Turbine Grünau!

Unsere Jugendlichen können nicht nur hervorragend rudern – siehe die Fotos von Fahrten im Sommer.
Sie stellen auch viele andere Dinge auf die Beine – vom gemeinsamen Eislaufen über Nudelsprint bis...

Wenn da nicht weitere junge Leute Lust auf unseren Verein be­kom­men und dabei sein möchten?
Unsere Jugendgruppe am 11.06.2009 am  Sattelplatz. Foto: Antje Tetzlaff
Unsere Jugendgruppe am 11.06.2009 am Sattelplatz. Foto: Antje Ttetzlaff
Beim Eislaufen. 14.11.2009. Foto: Liane Bleicke
Beim Eislaufen. 14.11.2009. Foto: Liane Bleicke
Nach dem Eislaufen. 14.11.2009. Foto: Liane Bleicke
Nach dem Eislaufen. 14.11.2009. Foto: Liane Bleicke

31.12.2009
Die Auswertung der von Vereinsmitgliedern aufgewendeten Arbeitsleistungen im abgelaufenen Jahr brachte mit über 2800 Stunden einen Rekord seit der Aufzeichnung dieser Arbeiten im Jahre 1997. Die Hälfte davon diente der umfassenden Renovierung des Bootshauses, dessen Nutzer unser Verein ist und die sicher noch länger andauern wird. Auch der 2009 eingeführte Thekendienst und der Hausreinigungsdienst schlagen mit erheblichem Umfang zu Buche, während dank der Neuanschaffung von Booten und bisheriger guter Werterhaltungsmaßnahmen die Bootsreparaturen weniger ins Gewicht fielen. Die Hauptlast haben 2009 die Sportkameraden R. Neumann (305 Stunden), W. Arndt (299), W. Spychalski (289), H. Lindecke (198), H. Borries (185), J. Schülke (181) und D. Wanzeck (95) getragen. Die meisten Arbeiten entfielen auf die Neugestaltung von Treppenhaus und Vestibül des Bootshauses, den Wiederaufbau der Terrasse, die Instandsetzung des zum Grundstück gehörenden Bootssteges, Putz- und Malerarbeiten. All das wurde mit hoher handwerklicher Qualifikation ausgeführt.
Der Jahresrückblick zeigte auch die erfreuliche Tatsache, dass nunmehr neun Jugendliche im Verein rudern und dass die Jugendgruppe damit eine ordentliche Basis erhalten hat. Zusammen mit den anderen Vereinsmitgliedern U25 gestalten unsere jungen Ruderinnen und Ruderer das sportliche und gesellige Leben im Ruderclub Turbine Grünau entscheidend mit. Sie stellen mehrere Erfüller im Wanderruderwettbewerb und haben sich bei den zentralen Veranstaltungen als Helfer hervorgetan.
Übrigens: 28 Sportkameradinnen und -kameraden haben die zum Jahresanfang ins Visier genommene Grenze von jeweils mindestens 1000 Jahreskilometern errudert. Toll!

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