Unsere Vereinschronik

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1970
Reinhard Kelle erwirbt die Trainerlizenz und ist nunmehr für Ausbildung der Schüler und Jugend­lichen bei der Sektion Rudern der BSG Turbine BEWAG-Wasser­werke und nach der Gründung des selbständigen Vereins noch bis zum Jahre 2004 verantwortlich. Auch er führt seine Schützlinge mit hohem persönlichem Einsatz bis zur Endlaufteilnahme bei der Kinder- und Jugendspartakiade.
Vom DRSV der DDR wird jedes Jahr Anfang Mai eine einwöchige Wanderfahrt in den Spree­wald ausgeschrieben, Fahrtenleiterin ist immer die Turbineruderin Helga Lücke. Diese Fahrt wird bis 1988 regelmäßig durchgeführt. Die gesamte Streckenlänge beträgt um die 300 Kilo­meter. Insofern setzt eine Teilnahme an der Fahrt ein Minimum an geruderten Kilometern in der laufenden Saison voraus. Wegen der engen, sich verästelnden Kanäle und Kanälchen wird immer im Doppelzweier mit Steuermann gefahren. Der Spreewald zeigt sich zu dieser Zeit immer von seiner schönsten Seite, denn er ist dann touristisch noch nicht so überlaufen. Des­halb sind die Plätze bei der Spreewaldfahrt stets sehr begehrt und viele der teil­neh­men­den Ruderinnen und Ruderer treffen sich hier alljährlich wieder, darunter nicht wenige ältere Sport­ler, die so schon zum Jahresbeginn die Hälfte ihrer „Wettbewerbskilometer“ ab­sol­vieren.
Im Spreewald. Foto: H. Lemberg
Im Spreewald. Foto: H. Lemberg
Im Spreewald. Foto: H. Lemberg
Im Spreewald. Foto: H. Lemberg

1975
Mehrere Turbineruderer nehmen erstmalig an der (inzwischen vierten) Herbst-Doppel­achter­fahrt teil. Die Boote werden mit LKW und Bootsanhänger zum Kummerower See bei Malchin trans­portiert. Die Post-Ruderer hatten – wie jedes Jahr – zu der Fahrt eingeladen. Insgesamt sind vier Achter der Einladung gefolgt, so dass es zu einer schönen Fahrt auf dem lang­ge­streck­ten Kummerower See kommt. Die Übernachtung erfolgt am Nordufer in der Jugend­her­berge Verchen, und die Abende bieten den über 30 Ruderern reichlich Gelegenheit für an­ge­reg­te Plaudereien bei Speis und Trank. Die Herbst-Doppelachterfahrt wird in den nächsten Jahren zu einem festen Bestandteil des Ruderlebens bei Turbine.

1976
Als zweiter Wanderruderer der DDR errudert sich Hans Fuhrmann den Äquatorpreis. Der Äquator­preis wurde vom DRSV der DDR ins Leben gerufen und an die Ruderer vergeben, welche im Laufe der Zeit im Rahmen der Jahres-Wanderruder-Fahrtenwettbewerbe summa­risch den Umfang des Erdballs errudert haben. Den entscheidenden 40075. Kilometer (seinerzeit wurde noch die genaue Äquatorlänge zur Grundlage genommen) erreicht Hans Fuhrmann auf einer eintägigen Große-Tränke-Fahrt im Gig-Vierer kurz vor Neu-Zittau auf der Alten Spree. Dieses für die Turbineruderer erstmalige Ereignis wird denn auch an Ort und Stelle gebührend gefeiert. Hinter den Teilnehmern an dieser Fahrt liegen schon endlose 32 Kilometer auf dem Oder-Spree-Kanal sowie viele Kilo­meter auf der sich anmutig dahin schlän­gelnden „alten“ Spree, und vor sich haben sie noch weitere 20 Kilometer in den öfter befahrenen Berliner Gewässern. Die eintägige Große-Tränke-Umfahrt dauert für eine geübte Rudermannschaft etwa 11 Stunden. Sie war der Erringung eines Äquatorpreises also sehr wohl würdig.

1977
Anrudern für alle Ruderer an den Ostberliner Gewässern ist wie jedes Jahr in Köpenick. Und wie jedes Jahr nehmen auch die Turbineruderer an dieser Veranstaltung teil. Es ist zur guten Tradition geworden, sich zu Beginn einer jeden Rudersaison möglichst zahlreich im alten Spreearm an der Köpenicker Baumgarteninsel zu treffen. Da kommen schon schnell viele Dutzend Boote aller Klassen zusammen, die eng gedrängt entweder den kurzen Reden der Sport­funktionäre an Land lauschen oder aber einander von Boot zu Boot hinweg nach der langen Winterpause lebhaft begrüßen. Anschließend unternehmen die Rudermannschaften je nach Laune und Eisfreiheit der Gewässer noch kleine Abstecherfahrten, bevor es wieder in die heimatlichen Bootshäuser und zu einem geselligen Abend geht.

1977
Unser Ruderkamerad Rainer Kleinfeldt bewirbt sich zur Ausbildung als Kampfrichter des Ruder­sports. Nach Absolvierung einer dreijährigen Assistentenzeit und dem Ablegen der er­for­der­li­chen Prüfungen wird er sich ab 1980 als nationaler Kampfrichter auf allen nationalen Regatten zum Einsatz bewerben können. Er ist seither größtenteils im Land Brandenburg, in Fürstenwalde, auf dem Müggelsee und auch in Berlin-Grünau als Kampfrichter tätig und opfert dafür manches Wochenende aus Freude und Interesse am Regattaleben.

1978
Es erfolgt eine Umbenennung der BEWAG (Ostberlin) in „VEB Energieversorgung Berlin“ (EVB). Die BEWAG wurde mit dieser Aktion im Ostteil der Stadt von Staats wegen ent­eignet. Die Folgen für unseren Ruderverein sollten sich erst viele Jahre später zeigen. Das Bootshaus in der Regattastraße geht in den Besitz des VEB EVB über, der nunmehr an Stelle der BEWAG unser Trägerbetrieb wird, ansonsten jedoch auch weiterhin den Ruderbetrieb vor allem durch Zuschüsse und die Zurverfügungstellung des Bootshauses wirkungsvoll unter­stützt.

1979
Nur ein Jahr später erfolgte die Gründung des „VEB Energiekombinat Berlin“, dem auch der „VEB Energieversorgung Berlin“ neben weiteren Energieversorgungsbetrieben angehört. Die offizielle Bezeichnung der BSG Turbine BEWAG änderte sich nun in BSG Turbine EKB Treptow. Da die „Trainingsgemeinschaft Turbine-BEWAG (nun EKB Treptow) und Turbine Wasser­werke“ weiterhin besteht, nennen wir uns nach wie vor vereinfacht „Turbine Berlin“.

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