Der Verein
Bootshaus- und Ruderordnung vom 14.03.2002
1. Geltungsbereich
Diese Ordnung gilt entsprechend § 5 Abs. 2 der Satzung des Ruderclubs Turbine Grünau e. V. für den Sportbetrieb im Ruderclub Turbine Grünau e.V., für das Gelände Regattastraße 237 in 12527 Berlin-Grünau einschließlich der darauf befindlichen Gebäude, Einrichtungen und Boote sowie sinngemäß für die Nutzung der Bootshallen 4 und 5, des Sattelplatzes und der Stege auf dem angrenzenden Gelände Regattastraße 239 in 12527 Berlin-Grünau durch die Mitglieder und Gäste des Ruderclubs Turbine Grünau e.V..
Der gesamte räumliche Geltungsbereich wird im folgenden mit „Gelände“ umrissen.

Mit den wichtigsten Inhalten dieser Ordnung werden die Vereinsmitglieder einmal jährlich durch den Vorstand vertraut gemacht. Neue Mitglieder werden mit ihrer Aufnahme in den Verein mit dieser Ordnung bekannt gemacht. Die Ordnung wird deutlich sichtbar im Bootshaus ausgehängt.
2. Allgemeine Bestimmungen
2.1. Grundsatz

Das Vereinsleben wird von Kameradschaftlichkeit, gegenseitiger Toleranz und Hilfsbereitschaft sowie sorgsamem Umgang mit dem zur Nutzung überlassenen Eigentum des Akademischen Ruderclubs zu Berlin e. V., dem Eigentum des Bezirksamtes Köpenick, dem Eigentum des Ruderclubs Turbine Grünau und dem persönlichen Eigentum der Mitglieder und Gäste des Ruderclubs Turbine Grünau geprägt.

Die Bootshallen 1 und 2 und 3 der Regattastr. 239 stehen dem Verein nicht zur Verfügung und werden daher in der Regel nicht betreten.


2.2 Schlüssel

Einen Schlüssel zum Betreten des Bootshauses erhalten gegen Hinterlegung eines Sicherheitsbetrages Mitglieder, die mindestens 1 Jahr Mitglied im Verein sind und mindestens 300 km Ruderleistung in einer Rudersaison vorweisen können.

Beim Verlassen des Geländes, auch auf dem Wasserweg, werden alle Fenster und nach außen führenden Türen sowie das Tor verschlossen, sofern kein weiteres Mitglied mit Bootshausschlüssel auf dem Gelände anwesend ist.

Ein Schlüssel für einen Kleiderschrank kann, solange Plätze frei sind, durch jedes aktive Vereinsmitglied gegen Hinterlegung eines Sicherheitsbetrages in Empfang genommen werden. Der Verein kann eine Haftung für persönliche Gegenstände in den Kleiderschränken, den Sanitär- und sonstigen Räumen einschließlich der Garderobe im Hausflur nicht übernehmen.
Es empfiehlt sich, keine Wertgegenstände mit auf das Gelände zu nehmen.


2.3 Gästezimmer

Gästezimmer für die Übernachtung im Bootshaus werden durch Mitglieder des Vorstandes an Ruderinnen/ Ruderer anderer Vereine vergeben. Gäste werden mit den wichtigsten Regelungen der Bootshaus- und Ruderordnung vertraut gemacht. Gäste entrichten ein Übernachtungsgeld, mit dem alle Unkosten abgegolten sind. Gäste werden gebeten, sich in das Gästebuch des Vereins einzutragen. Für eine Übernachtung in Zelten auf dem Gelände wird sinngemäß verfahren.


2.4 Havariefälle

Bei Havarien an den technischen Anlagen werden die zuständigen Dienste umgehend informiert. Ein Notschalter zur Außerbetriebnahme der Heizungsanlage befindet sich neben der Tür zum Heizugskeller. Eine Notruftafel ist deutlich erkennbar im Eingangsbereich des Bootshauses angebracht.
Beim Ab- und Zwischenlagern von Boots- oder Baumaterial wird darauf geachtet, daß Fluchtwege von allen Räumen nach draußen grundsätzlich nicht verstellt werden. Fluchtwege aus den oberen Etagen des Bootshauses, vor allem aus den Gästezimmern, sind durch grüne Schilder ausgewiesen.


2.5 Kraftfahrzeuge

Das Gelände wird in der Regel nicht mit Kraftfahrzeugen befahren und Kraftfahrzeuge werden nicht auf dem Gelände abgestellt. Ausnahmen können vom Vorstand bestimmt werden. Diese Festlegung gilt nicht für Rettungs-, Ver- oder Entsorgungs- sowie Baufahrzeuge bei Ausübung erforderlicher Fahrten. Sie gilt ferner nicht für das Be- und Entladen von Bootsanhängern und für dazugehörige Zugfahrzeuge sowie deren kurzfristiges Abstellen auf dem Gelände.


2.6 Fahrräder

Ein Befahren des Geländes mit Fahrrädern ist nicht gestattet..
3. Ruderbetrieb
3.1 Rudern

Der Ruderbetrieb steht allen ausgebildeten Ruderinnen/ Ruderern des Vereins, die dazu gesundheitlich in der Lage sind, die schwimmen können und die ihren Mitgliedsbeitrag spätestens zur jeweiligen Jahreshauptversammlung vierteljährlich im Voraus entrichtet sowie im Vorjahr ihre fälligen Arbeitsleistungen erbracht haben, unter Beachtung der üblichen Regeln offen. Anfänger werden durch Trainer oder erfahrene Ruderinnen/ Ruderer betreut. Gäste entrichten ein Rollsitzgeld, wenn sie vereinseigene Bootsplätze belegen.

Allgemeiner Trainings- und Ruderbetrieb findet jeweils donnerstags nachmittags statt.

Ruderbetrieb kann auch außerhalb dieser Zeiten ausgeübt werden. Zur Sicherung der Verfügbarkeit von Booten für mehrtägige Fahrten werden dieselben durch Eintragen in eine aushängende Liste vorbestellt. Vorbestellungen dürfen von jedem Vorstandsmitglied bestätigt werden.

Im allgemeinen wird nur in der Zeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang einschließlich einer 30-minütigen Dämmerungszeit gerudert. Ein Befahren der Gewässer bei Dunkelheit ist nur ausnahmsweise und nur mit vorschriftsmäßiger Beleuchtung gestattet. Bei Gewitter über der Ruderstrecke werden Ruderfahrten nicht angetreten bzw. ihr Ende wird unter Land abgewartet. In jedem Fall sind die gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften (Bundes- Wasserstraßenordnung) zu beachten.

Jede Ruderfahrt - auch von Gästen - wird vor Fahrtantritt unter Angabe des Fahrtenziel in das in der Bootshalle ausgelegte Fahrtenbuch eingetragen. Es ist erwünscht, daß die Vereinsmitglieder Wanderruderboote unter der Vereinsflagge und in einheitlicher Ruderkleidung in den Vereinsfarben blau und weiß rudern. Nach Beendigung der Ruderfahrt wird die Fahrt im Fahrtenbuch mit Angabe der zurückgelegten Strecke wieder ausgetragen. Dabei ist im Bereich der Berliner und angrenzenden Gewässer die vom Vorstand des Vereins festgelegte Kilometertafel mit den darin enthaltenen Zielangaben verbindlich.

In der Regel werden die Zubehörteile und Skulls bzw. Riemen zu dem jeweils dazugehörigen Boot benutzt und nach der Fahrt wieder ordnungsgemäß abgelegt.

Für eine eventuelle Personenrettung sind je ein vereinseigener Rettungsring mit Leine zwischen den Hallentoren des Bootshauses Regattastraße 237 und zwischen den Hallentoren 4 und 5 des Bootshauses Regattastraße 239 angebracht. Mißbrauch wird vom Vorstand gemäß Satzung bestraft.


3.2 Steuern

Steuern darf jede Rudererin/ jeder Ruderer, die den Nachweis ihrer Befähigung zum Steuern erbracht haben und die Bestimmungen der Wasserstraßenverkehrsordnung einschließlich der Seezeichen kennen. Den Steuerleuten obliegt die alleinige Kommandogewalt im jeweiligen Boot, es sei denn, daß vor Fahrtantritt ein Obmann für das Boot bestimmt wurde. Bei Wanderfahrten mit mehreren Booten kann der Fahrtenleiter den Obleuten oder Steuerleuten vor Fahrtantritt besondere Hinweise geben. Steuerleute stehen während der Ruderbetriebes grundsätzlich nicht unter einem die Steuertätigkeit einschränkenden Einfluß von Alkohol oder Drogen.


3.3 Schäden

Mitglieder und Gäste des Vereins benutzen das Bootsmaterial pfleglich, und sie vermeiden dessen Beschädigungen durch umsichtigen Ruderbetrieb. Schäden am Bootsmaterial, die eine Weiterfahrt und Rückkehr noch ermöglichen, werden von der verursachenden Mannschaft unmittelbar nach Fahrtende, spätestens jedoch in der darauf folgenden Kalenderwoche, behoben. Schäden am Bootsmaterial, die von der verursachenden Mannschaft nicht allein oder nicht sofort behoben werden können, werden im Fahrtenbuch deutlich sichtbar eingetragen, und ihre Behebung wird mit dem Bootswart abgestimmt.

Falls Boote nicht zum Ausgangspunkt zurückgefahren werden können, wird für ihre gegen fremden Zugriff geschützte Ablagerung bis zur Rückführung Sorge getragen. Dabei werden Skulls bzw. Riemen, Rollsitze und die Vereinsflagge gegen Entwendung gesichert.
4. Arbeitsleistungen
Arbeitsleistungen werden von den aktiven Mitgliedern in dem von der Mitgliederversammlung festgelegten Umfang erbracht, um das Bootsmaterial zu erhalten und zu reparieren, um Erhaltungs-, Pflege- und Reinigungsarbeiten im Gelände auszuführen und um andere nützliche Verrichtungen für den Verein zu erbringen. Die Arbeitsleistungen werden von den Mitgliedern erfaßt und bilden eine der Voraussetzungen für die Teilnahme am aktiven Ruderbetrieb im folgenden Jahr. Im Frühjahr und Herbst werden jeweils Arbeitseinsätze organisiert, um umfangreichere Arbeiten mit mehreren Ruderinnen/ Ruderern ausführen zu können.

Werkzeuge, Material und Verbrauchsmaterial werden bei den Arbeitseinsätzen schonend und sparsam verwendet.
5. Brandschutz
5.1 Rauchverbot

Ein generelles Rauchverbot besteht in den Bootshallen, der Werkstatt und in den Ruderbooten.


5.2 Feuer

Alle Mitglieder des Vereins und Gäste verhalten sich im Falle eines Feuers besonnen, umsichtig und hilfsbereit. Dazu gehören - die Alarmierung der Feuerwehr - die Rettung von Personen, - die Brandbekämpfung im zumutbaren Rahmen und mit der gebotenen Vorsicht, insbesondere bei Bränden an leicht entflammbaren Stoffen oder an elektrischen Anlagen.

Anwesende Vorstandsmitglieder oder ältere Ruderkameraden übernehmen im Bedarfsfall die Lenkung der Evakuierung und der vorläufigen Schadensbekämpfung.
6. Umweltschutz
Auf dem Gelände werden insbesondere wassergefährdende Stoffe wie Öle und Fette, Lacke, Harze, Verdünnungs- und Lösemittel sowie Reinigungsmittel äußerst vorsichtig gelagert und gehandhabt. Ein Eindringen dieser Stoffe in den Untergrund (Hallenboden, Sattelplatz, Liegeflächen) wird strikt vermieden. Beim versehentlichen Verschütten usw. werden diese Stoffe unverzüglich wieder aufgenommen und fachgerecht entsorgt.

Lacke und Farben werden in den Gebinden nach jeweiligem Gebrauch wieder gut verschlossen und möglichst aufgebraucht. Lack-, Farb- und Lösemittelreste werden nur bei den dafür eingerichteten Sammelstellen unentgeltlich entsorgt. Leere, ausgehärtete Gebinde werden über die gelbe bzw. die Mülltonne entsorgt. Die gelbe Tonne wird für die bekannte Entsorgung von Verpackungen verwendet.

Mitglieder und Gäste bemühen sich um einen sparsamen Umgang mit kaltem und warmem Wasser (Duschen), Elektroenergie (Beleuchtung) und Gas (Heizung).
7. Schlußbestimmungen
Diese Bootshaus- und Ruderordnung hat sich die Mitgliederversammlung des Ruderclubs Turbine Grünau e. V. auf der ordentlichen Mitgliederversammlung vom 14.03.2002 durch Mehrheitsbeschluß gegeben. Änderungen bedürfen der Zustimmung durch wenigstens die Hälfte aller anwesenden stimmberechtigten Mitglieder.


Diese Bootshaus- und Ruderordnung tritt am Tage der Beschlußfassung in Kraft.

Dem Akademischen Ruderclub zu Berlin e. V. wird die Bootshaus- und Ruderordnung zur Kenntnis gegeben.

Ruderclub Turbine Grünau e. V.
Der Vorstand
nach oben

<<<< zurück zur Auswahl