Turbine-Abschlussfahrt 2026



 

Bericht von Henry Mews

 

Wie in jedem Jahr fand Mitte Oktober unsere Abschlussfahrt statt.

Der Termin war für den 17. und 18.10.26 angesetzt und schon lange im Veranstaltungsplan zu lesen.

Die Fahrt sollte nach Prieros gehen. Also haben Ute und Winne wieder einmal ihr Reisebüro für Ruder-Gemeinschaftsfahrten geöffnet und mit den Recherchen begonnen.

Unterkunft am Zielort, Beköstigung unterwegs und in der Unterkunft, Ausstiegsmöglichkeiten am Wasser und so vieles mehr mussten berücksichtigt werden. Wer so eine Fahrt schon einmal geplant hat, der weiß, wie aufwändig diese Arbeit ist. An dieser Stelle erst einmal herzlichen Dank an die beiden.

Die Eckdaten der Abschlussfahrt standen und eine Ausschreibung konnte am Informationsbrett rechtzeitig veröffentlicht werden. Fast minutiös war die Fahrt dort proklamiert.

20 Ruderbegeisterte von Turbine waren voller Vorfreude. Liane und Philipp teilten sich die Strecke.

Also trafen wir uns zum angesetzten Termin auf unserem Sattelplatz bei Turbine.

Winne hatte bis zuletzt an einer Bootseinteilung gebastelt. Es gibt immer wieder kurzfristige Vorfälle, die berücksichtigt werden müssen.

Die Einteilung stand und wurde verkündet. Schnell wurde das benötigte Boots­material bereitgestellt und gewassert. Bevor es los ging, hat Winne noch seine übliche Ansprache gehalten und noch einmal den Verlauf der Fahrt erörtert.

Nebenbei wurden alle Wetterapps studiert, denn das Wetter konnten Ute und Winne nicht buchen.

Drei Vierer+ und ein Dreier+ verließen zügig unseren Steg. Durch einen kurzfristigen Bootstausch habe ich meinen Platz in der schönen alten „Stör“ gefunden.

Da die „Stör“ ein geklinkertes Holzboot ist und ziemlich tief im Wasser liegt, waren die Wetterbedingungen wie gemacht für die bevorstehende Fahrt.

Wie im Blindflug führte uns die Dahme stromauf zum ersten Stopp, dem ESV, nach Schmöckwitz. Unzählige Male haben wir die Stege dort für Steuermannswechsel und Bedürfnisse genutzt.

Es ging weiter über den Zeuthener See und Dahme zum Ruderclub Königs Wusterhausen. Unterwegs trafen wir RKW-Boote, so dass ihre Steganlage für uns frei für einen Ausstieg aus den Booten war.

Im weiteren Verlauf ging es durch die Schleuse „Neue Mühle“ und über den Krimnicksee zum Ruderverein Zernsdorf. Dort hatten sich Ute und Winne um ein Dach über dem Kopf bemüht. Wir konnten den Vereinsraum und die Örtlichkeiten für eine Mittagspause nutzen – die von jedem selbst mitgebrachten Köstlichkeiten kamen auf den Tisch.

Dazu wurde der Inhalt der von Ute gepackten Picknicktüten inspiziert, die jedes Boot plus reichlich Wasser mit sich führte.

Weiter ging es den Krüpelsee, Bindower Fließ, Dolgensee und ein Stück auf den Langen See. Den Langen See anzufahren war ein Schachzug von Winne, um einigen Teilnehmern noch eine Zielfahrt für den Sommerwettbewerb zu verabreichen.

Zurück vom Langen See ging es ein kurzes Stück zum in Prieros gelegenen „Hotel am Fluss“.

Da das Wetter es nicht gut mit uns meinte, ging alles ganz schnell: Die Boote waren an Land gezogen, das Equipment war verstaut und alle machten sich auf in das trockene und warme Hotel.

Ute hatte in der Mittagspause um Suche seines jeweiligen Bettnachbarn gebeten (Ehepaare hatten keine Wahl) so dass die Verteilung der Zimmer schnell und reibungslos vonstatten ging.

Durch unsere frühe Anreise hatten wir genügend Zeit, uns vor dem Abendessen auszuruhen und uns herzurichten.

Zum Abendessen trafen wir uns zur verabredeten Zeit im Restaurant des Hotels, um uns von der Küche und der Hotelleiterin Larissa verwöhnen zu lassen. Der Name der Hotelleiterin lies schon erahnen,dass auch einige Gerichte aus ihrer Heimat in den Genuss einiger Anwesenden kommen konnte.

Durch einen Deal von Ute konnte Roger eine Feuerschale auf dem Hotelgelände zum Einsatz bringen. Holz war reichlich vorhanden, so dass niemand in den Wald zu gehen brauchte.

Die Fahrtenkasse gab es sogar her, ein Getränk für sich zu ordern. Glühwein war natürlich, in Anbetracht des Wetters (die Himmelsschleuse war immer noch nicht geschlossen) der Renner.

Dass niemand sein Musikinstrument mitgebracht hatte, ahnte Henry und hat im Vorfeld ein paar Texte aus unserem Liederbuch kopiert und schnell verteilt (für einige völlig neu, dass wir ein Liederbuch haben!).

Rübezahl: „Wer sehr text- und melodiesicher ist, stimmt die auserwählten Lieder an.“

Im Verlauf des Abends gab Rübezahl noch ein paar Lieder zum Besten und Winne beschallte uns mit ein paar Berliner Gassenhauer aus seiner Musikbox.

Ein schöner Abend am Lagerfeuer ging zu Ende und ein Jeder machte sich auf in die Betten. Einige waren noch nicht müde und entspannten sich bei einer Runde Billard in der Hotellobby.

Am nächsten Morgen machten wir uns bei Nieselregen zur Abfahrt Richtung Heimat auf.

Liane gab ihren Platz für Philipp frei und half uns noch beim Beladen und Ablegen der Boote.

Es ging auf den uns von der Hinfahrt bekannten Gewässern zum Zernsdorfer Ruderverein zu einer Pause. Im weiteren schleusten wir wieder in Neue Mühle und fuhren die Dahme stromab bis zum Großen Zug und steuerten „Nicos Hafen“ an. Dort hatte Ute eine lange Tafel für eine Mittagspause bestellt.

Das Anlegen der Boote gestaltete sich etwas schwierig, da der Hafen für unsere Boote nicht so gut geeignet war.

Schließlich fand jeder an der Tafel seinen Platz und konnte sich sein persönliches Essen plus Getränk beim Wirt bestellen, wobei festgestellt werden musste, dass so eine Bestellung von Tee oder Saft schon eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen kann: Ein Bier ist eben ein Bier.

Das Essen kam fast gleichzeitig für alle auf den Tisch, so dass die leeren Bäuche gefüllt werden konnten.

Nun ging es auf die letzte Etappe der Fahrt, wobei der ESV noch einmal für Steuermannswechsel und Anderes angesteuert wurde.

Schnell hatten wir den Turbinesteg erreicht, an dem schon einige Liebsten auf ihre besseren Hälften warteten.

Erstaunlich schnell waren die Boote wieder für neue Rudertouren einsatzbereit, wobei ich feststellen musste, dass so ein geklinkertes Boot wie die „Stör“ aufwendiger zu putzen ist, als Kunststoffboote.

Zum Ausklang der Abschlussfahrt richtete Winne noch ein paar Worte an uns, wobei er 6 Erfüller des Sommerwettbewerbes und 3 Erfüller des Fahrtenabzeichens aus den Teilnehmern verkünden konnte.

Durch Utes tolle Kalkulation war noch für alle eine Tasse Kaffee im Bootshaus aus der Fahrtenkasse möglich und bei der Endabrechnung kam noch ein kleines Plus heraus, das für den neuen Achter gespendet wurde.

So hatte eine sehr schöne Abschlussfahrt ein Ende gefunden.

Hiermit möchte ich mich im Namen aller Teilnehmer nochmals bei Ute und Winne für die hervorragende Vorbereitung und Durchführung bedanken.

 

Henry Mews